Schloßgarde der Stadt Brühl

Rut-Wieß von 1972 e.V.

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Chronik

Chronik der Schloßgarde der Stadt Brühl Große Karnevalsgesellschaft Rut-Wieß von 1972 e.V.

Nach über 20-jährigem Dornröschenschlaf bildeten sich Anfang der siebziger Jahre in Brühl wieder erste “Fastelovendsblüten” in Form von karnevalistischen Stammtischen, Karnevals-Interessengemeinschaften und Karnevalsgesellschaften.

Auf Initiative des damaligen Brühler Bürgermeisters, Wilbert Hans, und des Festausschusspräsidenten, Karl-Heinz Sicken, gewann die Brauchtumspflege in Brühl wieder an Bedeutung.

Von diesem “neuen Karnevalsbazillus” wurden auch 21 Brühler “befallen” und gründeten am
10. Mai 1972 in der Gaststätte “Zum Stadion” an der Bonnstrasse in Brühl eine neue Karnevalsgesellschaft. Unter dem Initiator und späteren Präsidenten, Franz-Josef Pütz, gab man der Gesellschaft den Namen:

“Große Brühler Karnevalsgesellschaft Schloßgarde rut-wieß von 1972 e.V.”

Man ahnte damals natürlich noch nicht, dass sich hieraus eine Gesellschaft entwickelte, die später einmal einen festen Stellenwert im Karnevals- und Gesellschaftsleben der Schlossstadt einnehmen würde.
Als Emblem der Gesellschaft wählte man das Brühler Schloss mit Parkansicht.

Gründungsmitglieder der neuen Brühler Karnevalsgesellschaft waren:

Heinz Kirschbaum, Helmut Weber, Reinhold Plagge, Gisela von Hagen, Willi von Hagen, Ute Reinert, Anita Neesen, Gisela Waser, Franz-Josef Pütz, Hans-K. Neesen, Willi Gladbach, Roswitha Breuer, Heinz Breuer, Gisela Schmitz, Bernd Jansen, Margret Görtz, Bettina Hartung, Maria Wostmann, Caspar Staub, Gretel Staub und Jörg-Peter Reinert.

Aus diesen Personen entstand der erste Vorstand der jungen Karnevalsgesellschaft:

Präsident Franz-Josef Pütz
Vize-Präsident Helmut Weber
Schatzmeister Heinz Breuer
Geschäftsführer Jörg P. Reinert
Literat Roswitha Breuer
Techn. Leiter Heinz Kirschbaum
Kommandantin Gisela Waser

Am 12. November 1972 wurde die erste größere Veranstaltung, ein musikalischer Frühschoppen, durchgeführt. Bekannte Kölner Karnevalisten wie Karl Berbuer, Die Buschräuber, Dotz und Dötz und Rolf Dietmar Schuster, gaben der Schloßgarde ihre Zusage und attackierten die Lachmuskeln der zahlreichen Besucher. An diesem feucht-fröhlichen Vormittag wurden auch die ersten Ehrensenatoren ernannt.

1973/1974

Die Mitgliederzahl stieg ständig, und so entschloss man sich, am 06. Januar 1973 die erste Prunksitzung in der Aula des städtischen Gymnasiums durchzuführen.
Auf Bewirken von Franz-Josef Pütz und Senatspräsident Helmut Vieten entstand innerhalb kurzer Zeit ein Damentanzcorps. 12 junge hübsche Damen fanden sich bereit, mit ihrer Kommandantin Gisela Waser bei einer Tanzlehrerin ein Jahr zu üben. Schnell eroberten sich die kessen “Garde-Mädchen” mit ihrem Tanz die Herzen der Brühler Jecken. Die ersten Uniformen wurden von einem bekannten Brühler Fuhrunternehmen gespendet.

Präsident war Franz-Josef Pütz, Vizepräsident Franz-Josef Thomas, Schatzmeister Helmut Weber und Geschäftsführer Jürgen Thomassen.

Der Aufschwung der “Rut-Wießen” war nicht mehr zu bremsen. Bereits im zweiten Jahr, am 11.11.1973, veranstaltete die junge Gesellschaft ihre erste Herrensitzung und ließ damit eine alte Brühler Tradition wieder aufleben. Auf der vom WDR dekorierten Bühne residierten die Elferräte in originalen Hunnenkostümen. Die Brühler Männerwelt war aus dem Häuschen und die Presse schrieb damals:“Die Schloßgarde rief, und alle Männer kamen.”

Auch der Senat wurde aktiv und lud am 12. Oktober 1974 zum gemütlichen Beisammensein ins Senatskasino Hotel Adolph ein. Aus organisatorischen Gründen konnte jedes Mitglied nur vier Karten erwerben, so groß war der Andrang auf die Karten für diese Veranstaltung.

1975/1976

Was für ein Jahr.
Immer mehr Mitglieder sah man in den rut-wießen Gesellschaftsjacken. Stolz präsentierten sich ganze Tischreihen in rut-wieß bei zahlreichen Brühler Karnevalsveranstaltungen.

Die Schloßgarde stellte mit Walter Feldhaus (Prinz Walter I.), Dieter Haupt (Bauer Dieter) und Günter Schallenberg (Jungfrau Gundi) das erste Schloßgarde-Dreigestirn. Unser Damentanzcorps bekam ein Tanzpaar. Ilse Küpper und Bernd Jansen vertraten mit unseren leckeren Mädchen aus dem Tanzcorps die Farben unserer Gesellschaft von Düsseldorf bis Mainz. Außerdem begleiteten sie unser Dreigestirn bei allen Auftritten. Prunksitzung und Herrensitzung wurden zu Höhepunkten der “rut-wieß-Tollitäten”. Die Prunksitzung wurde live vom Brühler Krankenhaus-Sender auf alle Stationen des Marienhospitals übertragen.

Auf der Jahreshauptversammlung wählte die Gesellschaft Helmut Weber zum Präsidenten, Utz Bornemann wurde Schatzmeister.

1976 ging das Amt des Senatspräsidenten von Helmut Vieten auf Klaus Mollenkott über.

Seit der Gründung wurde die Schloßgarde im Brühler Karnevalszug von ihrem Tanzcorps als Fußgruppe vertreten. 1976 hieß es für die Schloßgarde: “Dr’ Zoch kütt” und wir waren erstmals mit einem großen Prunkwagen im “Bröhlschen Zoch” vertreten. Durch die Ideen von Manfred Schmidt als künstlerischem Gestalter und der Mitarbeit vieler Helfer konnte ein origineller und sehenswerter Prunkwagen gebaut werden. Und vor dem Wagen marschierte unser Tanzcorps in seinen schmuc¬ken Uniformen. “Ein Traum in rut-wieß” schwärmte Präsident Helmut Weber damals.

Krönender Abschluss der Session wurde die Teilnahme unserer Gesellschaft an der Steubenparade in New York. 46 Schloßgardisten, darunter auch unser Tanzcorps, flogen am 26. Oktober 1976 nach Amerika. Präsident Helmut Weber, gleichzeitig Reiseleiter und Organisator, verschaffte der Schloßgarde in der Zugordnung einen Platz hinter dem Kölner Dreigestirn und den Blauen Funken. Die Reise war für alle Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis.

1977/1978

Der Senat wählte Klaus Mollenkott zum neuen Senatspräsidenten und Helmut Vieten wurde zum Senatsehrenpräsidenten ernannt.

Präsident Helmut Weber begrüßte zum 5-jährigen Jubiläum der Schloßgarde das 100. Mitglied.

Die Schloßgarde war aus dem Brühler Karnevalsleben nicht mehr wegzudenken.

Nach einer ausverkauften Prunksitzung am 15. Januar und einem tollen Weiberfastnachtsball im großen Saal des Restaurants Schlosskeller, veranstaltet die Schloßgarde erstmals am 20. Februar einen “Ball in Rut-Wieß”.

Ein prächtiges Bild bot unsere Gesellschaft mit ihrem Prunkwagen beim Brühler Rosensonntagszug.

Hans-Werner Zander wurde zum Geschäftsführer gewählt.

In Illingers Weinsteige an der Pingsdorfer Straße organisierte der Vorstand eine zünftige Weinprobe. Der Wein soll so manchem noch am frühen Morgen gemundet haben.

1978/1979

Im April 1978 wurde unser Ehrenmitglied Heinrich Schmitz “Schöppe Hein” 75 Jahre alt.

Eine große Abordnung der Schloßgarde nahm mit dem Damentanzcorps am Prinzen-Biwak der Düsseldorfer Prinzengarde teil.

Das Jahr 1978 hielt aber auch noch einige Überraschungen und Rückschläge für die junge aufstrebende Gesellschaft bereit.

Im Juni trat Präsident Helmut Weber aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurück. Bis zur nächsten Jahreshauptversammlung wurde die Schloßgarde durch Vizepräsident Franz-Josef Thomas geleitet.

Unfassbar und unerwartet für uns alle verstarben 1978 unser technischer Leiter Erhard Schuler, sowie unser Geschäftsführer und Senatsvizepräsident Werner Zander.

Die Schloßgarde verlor zwei aktive Mitstreiter und Förderer des Brauchtums.

„Bei den “Rut-Wießen” ist immer was los“ stand in der Einladung zum ersten Elferratsfrühschoppen mit Damen am 21. Oktober. Sitzungs- und Elferratspräsident Wolfgang Vaupel hatte in das Restaurant “Zum Landsknecht” eingeladen, sozusagen als Einstimmung auf die neue Session.

Unser neues Tanzpaar, Petra Würz und Wolfgang Zipperer, kam gut an und zog mit unserem Damentanzcorps durch die Säle.

Am 29. Januar 1979 konnte unser Sitzungspräsident, Wolfgang Vaupel, wieder eine ausverkaufte Prunksitzung ansagen.

1979/1980

Das Sessions-Motto: Et määt uns Freud, üch Freud zu mache, stand nicht von ungefähr auf unseren Orden. Der Schloßgarde-Marsch, komponiert und arrangiert vor Jahren von unserem unvergessenen Ted Borgh und getextet von Josef Hans, war als Schallplatte zu haben. Wir konnten stolz sein, denn wir waren die erste Karnevalsgesellschaft im Erftkreis, die eine eigene Platte herausgebracht hatte. Eine Big-Band, unter der Leitung von Ted Borgh, spielte die Musik und ein gemischter “Schloßgarde-Chor”, aus Tanzcorps und Vorstand, besang in einem Kölner Studio die schwarze Scheibe. Fortan war der “Rut-Wieß-Marsch” in aller Munde und bei jeder Veranstaltung der Schloßgarde zu hören.

Bei herrlichem Wetter und prächtiger Stimmung nahmen wir mit unserem neuen Prunkwagen am Bröhler Zoch teil.

Die Jahreshauptversammlung 1979 brachte eine Überraschung, denn Helmut Weber kandidierte wieder für das Amt des Präsidenten und wurde auch gewählt. Josef Hans wurde Vizepräsident, Ulrich van de Venn Geschäftsführer und Peter Rösberg Schatzmeister. Die Jahreshauptversammlung war auch die Geburtsstunde unserer Garde-Post, die auf Initiative der beiden ersten Redakteure Josef Hans und Rolf Kaus das Gesellschaftsleben wiederspiegelten und unsere Mitglieder regelmäßig informierte.

Bis heute ist bei manchen unser “Schlosspiratenfest” am 01.09.1979 auf der “Alten Liebe” in Rodenkirchen noch in bester Erinnerung. Auf den Wellen von Vater Rhein wurde bei Kölsch und rustikalem Buffet getanzt, gelacht und die “rut-wieße-Geselligkeit” gepflegt.

Völlig neuen Boden betrat die Schloßgarde am 22.11.1979. Der Vorstand hatte den Schweizer Kabarettisten “Emil” (Emil Steinberger) zu einem einmaligen Sondergastspiel in die Aula eingeladen. Die Veranstaltung wurde zum Knüller, die Aula platzte aus allen Nähten, und die Schloßgarde-Kasse stimmte!

Herrenelferratsabende mit Damen hatten in der Schloßgarde eine lange Tradition. Präsident Helmut Weber, um spontane Ideen nie verlegen, war es gelungen, bei einem geselligen Abend seine Vorstellung in Richtung Damenelferrat zu verwirklichen.

Präsident Helmut Webers hatte eine Idee: In der nächsten Session startet die Schloßgarde mit einer Damensitzung, dazu benötigen wir einen Damenelferrat.

Unser Damenelferrat war geboren. Die Damen verstanden es zu feiern: gemeinsamer Feuerzangen¬bowle-Abend, Teilnahme am Kerwefest in Bobenheim, und schnell war eine starke Truppe um Präsidentin Inge Zander startklar für ihre Sitzung.

1980/1981

Die Session begann mit der Ausstellung “Schloßgarde rut-wieß, wir über uns” im Informationszentrum der Stadt Brühl. Es wurden Bilder, Orden und Uniformen vergangener “Schloßgarde-Jahre” gezeigt. Bürgermeister und Ehrensenator Wilhelm Schmitz eröffnete zusammen mit Präsident Helmut Weber die Ausstellung am 16. Januar.

Mit einem großen “Narrenschiff” beteiligt sich die Schloßgarde am Brühler Rosensonntagszug. Als Schlosspiraten fuhren 25 Schloßgardisten durch die närrische Schlossstadt.

Auf Initiative unseres agilen Präsidenten wurde ein neues “Schloßgarde-Kind” geboren. Am 21. März 1980 trafen sich zehn rut-wieße Schloßgardisten zur Gründungsversammlung eines Schloßgarde-Musikzuges. Als musikalischer Leiter fungierte unser Senatsmitglied Willi Brenig, Kommandant wurde Josef Jenniches. Schon zur Herrensitzung war der neue Musikzug so weit, dass er in schmucken Uniformen, angelehnt an die preußi¬schen Kürassier-Uniformen aus dem Jahre 1840, die Feuertaufe bestand.

Im Vorstand arbeiteten Peter Rösberg als Schatzmeister, Charly Schiefer als Geschäftsführer, Wolfgang Vaupel als Sitzungspräsident, Rolf Kaus als Pressewart, Hans Schneider als Zeugwart, Willi Thoellden als Schriftführer, Manfred Schmidt als Archivar, Willi Arenz als Kommandant, Klaus-Dieter Kühn als stellvertr. Kommandant, Wilfried Küsters als stellvertr. Geschäftsführer, Karl-Heinz Flitter als stellvertr. Schatzmeister, Willi Wiese als techn.Leiter und Michael Engel als Adjutant.

Am 15. Mai startete der Herrenelferrat mit Sitzungspräsident Wolfgang Vaupel in Richtung Luzern, auf Einladung von unserem Ehrenelferrats-Mitglied Emil Steinberger.

Im Rahmen des Brühler Marktes veranstaltete die Schloßgarde rund um die Brunnenfiguren am Steinweg ein Brunnenfest. Prompt hatten wir ein Ehrenmitglied in unseren Reihen. “Brunnifacius” hieß fortan eine von dem Künstler Jan Schlesinger geschaffene Brunnenfigur. “Brunnifacius” wurde auf unserem Sessions-Orden verewigt, unter dem Motto: “Mir han ene Jeck mih.”

Die ganz Schloßgarde war auf den Beinen als unser Senatspräsident Klaus Mollenkott am 05. Oktober im Schlosskeller zur Hochzeitsfeier eingeladen hatte.

Eine harmonische Jahresabschlussfeier mit zahlreichen Ehrungen schloss ein erfolgreiches Rut-Wieß-Jahr ab.

1981/1982

“Mit etwas Stolz können wir uns heute zu den größten Karnevalsgesellschaften im Erftkreis zählen”, begann Präsident Helmut Weber die Begrüßung der neuen Schloßgarde-Mitglieder. Genau 31 neue Mitglieder hatten sich in der zurückliegenden Session angemeldet.

Wieder startete die Schloßgarde ein Novum im Brühler Sitzungskarneval . Mit der ersten Damensitzung am 15. Februar 1981 bestand der im März 1980 gegründete Damenelferrat mit seiner Präsidentin Inge Zander die Feuertaufe und bot den über 500 ausgelassenen jecken Brühlerinnen ein super Sitzungsprogramm. Zu den vielen Höhepunkten zählten natürlich die Auftritte unseres Tanzcorps mit dem Schloßgarde-Musikzug unter der Leitung von Willi Arenz als Kommandant.

Absoluter Knüller mit Überraschungseffekt war der erste Auftritt der “Brühler Schloss-Gardinchen”, einem Männerballett aus den Reihen der Schloßgarde.

Am 27. September starteten 40 Schloßgardisten nach Bobenheim zum Kerweumzug. Mit dem Bobenheimer Karnevalsverein “Zellerieköpp” verband uns eine langjährige Partnerschaft.

Gesellige Frühschoppen und Treffen in gemütlichen Kellerbars, mal bei Thoeldens, mal bei Rösbergs oder Schneiders, wurden zur willkommenen Tradition in unserer Gesellschaft und förderten die Gemeinschaft.

Groß war auch die Teilnahme am ersten Gardecorps-Appell am 08. Januar 1982 im Schlosskeller. Nach 10 Jahren Schloßgarde war es nötig geworden, die Satzung zu überarbeiten. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Mai 1982 wurde die neue Satzung angenommen. Gleichzeitig bekam die Gesellschaft einen neuen Namen und hieß nun:
“Große Brühler Karnevalsgesellschaft
Schloßgarde der Stadt Brühl rut-wieß von 1972 e.V.“

Die folgende Jahreshauptversammlung wählte einen neuen Vorstand. Zum Präsidenten wurde der bisherige Schatzmeister Peter Rösberg gewählt. Vizepräsident wurde Willi Thoellden, Geschäftsführer Dieter Möllecken, Schatzmeister Friedel Sprungmann, Sitzungspräsident und Literat Wolfgang Vaupel, Pressesprecher und Archivar Rolf Thienemann, techn. Leiter Hans Peter Hildebrandt, Zeugwart Willi Wiese, stellvertr. Schatzmeisterin Helga Breidenbach, stellvertr. Gechäftsführer Werner Gasper und stellvertr. techn. Leiter Heinz Jubert. Als Beisitzer wurden Waltraud Küsters, Präsidentin des Damenelferrates, Willi Putzki, Kommandant des Musikzuges, Horst Röder, Sprecher des Musikzuges, Hans Dieter Kühn, Kommandant des Tanzcorps und Liselotte Richter, Sprecherin des Tanzcorps, gewählt. Auch der Senatsvorstand bekam neue Gesichter. Senatspräsident Klaus Mollenkott , stellvertr. Senatspräsident Wolfgang Schönberg und . Kersten Schindler fungierte als Senatsgeschäftsführer.
Pünktlich zum bevorstehen¬den Schloßgarde-Jubiläum studierte unser Tanzcorps zwei neue Tänze ein.

1982/1983

Sessionsmotto: “De Ring erav, de Erft erop, jeder weiß et, Bröhl steht Kopp”. Kopp standen auch die “Rut-Wießen”. 11 Jahre Schloßgarde rut-wieß hieß unser Motto. 11 Jahre Spaß an der Freud – 11 Jahre im Bröhlsche Fasteteer.

Zum zweiten Mal seit ihrem Bestehen stellte die Schloßgarde das Dreigestirn. Mit seiner Tollität Prinz Eugen I. (Eugen Möntenich), Bauer Hans (Hans Schneider) und Jungfrau Hermine (Hermann-Josef Engels) regierten 3 Männer aus dem Schloßgarde-Senat das Brühler Narrenvolk, geführt von unserem Ehrensenator und Prinzenführer Paul Kühl.

Die Schloßgarde war in den 11 Jahren zu einer mitgliederstarken Stütze im Brühler Karneval geworden, mit einem aktiven Damen- und Herrenelferrat, einem Tanzcorps und einem eigenen Musikzug, unterstützt und gefördert von den Senatoren und Ehrensenatoren.

Präsident Peter Rösberg und sein Vorstand hatten ein attraktives Jubiläumsprogramm anzubieten. Elf Veranstaltungen zogen sich wie ein rot-weißer Faden durch die jecke Session, getreu dem Schloßgarde-Marsch Motto: “Et mäat uns Freud, üch Freud zu mache”. Innerhalb von 8 Tagen gab es 3 Veranstaltungen: am 15.01.1983 die Jubiläums-Prunksitzung, am 16.01.1983 den Jubiläums-Schloßgarde-Empfang und am 22.01.1983 das großes Kostümfest im THC. Da soll so mancher Schloßgardist nicht mehr ins Bett gekommen sein.

Auf der Mitgliederversammlung wurde Helga Breidenbach (später Hahnen) zur Schatzmeisterin gewählt.

Doch auch unser Herrnelferrat konnte ein kleines Jubiläum feiern: 5 Jahre Elferrats-Frühschoppen. Ein Vertrauensbeweis für Elferratspräsident Wolfgang Vaupel und sein Team. Zum ersten Mal wagte sich der Herrenelferrat auf sportliches Gebiet: die Herausforderung des Schloßgarde-Musikzuges zu einem Fußballspiel wurde mit Begeisterung angenommen. Der Fußballnachmittag auf der Maigler-Wiese mit mehreren Halbzeiten wurde zu einem Schloßgarde-Familienfest mit Grillwürstchen und Bier.

Da wollte unser Damenelferrat nicht nachstehen: Kegelabende, Zwiebelkuchenessen, Damenelferratstour nach Windhagen und natürlich eine ausver¬kaufte Jubiläums-Damensitzung am 30. Januar.

Die gesellschaftlichen und privaten Kontakte nach Bobenheim trugen erste Früchte. Die Tanzgruppe “Zellerieköpp” (Deutsche Meister im Schautanz 1982) aus Bobenheim waren die Renner unserer Herren- und Damensitzungen. Als Höhepunkt der Jubiläumssession hatte die Schloßgarde am 16. Januar 1983 zum “Jubiläums-Schloßgarde-Empfang” in die Aula des Max-Ernst-Gymnasiums eingeladen. 28 Karnevalsgesellschaften mit über 1.200 Aktiven folgten der Einladung nach Brühl, wo sie von unseren Mitgliedern mit Freibier und Erbsensuppe bewirtet wurden. In einem siebenstündigen Auftrittsprogramm nahmen Präsident Peter Rösberg, zusammen mit dem Dreigestirn, die Referenzen der einzelnen Gesellschaften entgegen. Als Erinnerung gab es “Schloßgarde-Teller”, Orden und Blumen.

Am Karnevalszug nahm die Schloßgarde mit einem neuen, herrlichen farbenprächtigen Prunkwagen, im Barockstil teil. Begleitet wurde der Prunkwagen vom Musikzug, Tanzcorps, sowie einer stattlichen Fußgruppe des Damenelferrates. Unsere 80 Schloßgardisten erhielten viel Beifall auf dem Zugweg.

Ein gelungenes Rut-Wieß-Jubiläumsjahr lag beim traditionellen Fischessen am 16. Februar hinter uns.

1983/1984

Auch nach unserem Jubiläumsjahr lief es weiter auf vollen Touren. Ende September starteten wir mit einem Bus in Richtung Bobenheim zum Kerwefest. Mit unserem Musikzug und dem Tanzcorps konnten wir uns im Festzug sehen lassen.

Auf Initiative von Senatsvize, Eugen Möntenich, fuhr der Senat mit einem Oldtimer-Bus zu einer Besichtigung der Küppers-Brauerei nach Köln. Zu vorgerückter Stunde wurde die Theorie in die Praxis umgesetzt, d.h. gekostet, ob das Kölsch auch so gut schmeckt, wie es gebraut wird. Bei einem gut besuchten Senats-Frühschoppen erzählte der Kölner Ex-Prinz Günther Deibert Anekdoten aus dem Leben eines Kölner Karnevalsprinzen.

Fünf Jahre “Elferratsfrühschoppen”, dieses kleine Jubiläum wurde von unserem Herrenelferrat
ganz besonders gefeiert. Auf einem umgebauten Frachter aus dem Jahre 1904 erlebten 14 Elferrä¬te abenteuerliche Tage auf schwankenden Planken im holländischen Isselmeer.

Am 28. April gratulierten wir unserem Ehrenmitglied “Schöppe Hein” – alias Heinrich Schmitz –
zum 80. Geburtstag. Eine starke Abordnung mit Präsident Peter Rösberg und Senatspräsident Wolfgang Schönberg besuchten den ältesten Gardisten in seinem Pingsdorfer Haus und ernannten Heinrich Schmitz zum Ehrensenator der Gesellschaft.

1984/1985

Traditionsgemäß starteten wir mit unserem Gardecorps-Appell am 13. Januar im Schlosskeller in die Session 1984.

Gut besuchte Sitzungen mit einem tollen Programm begeisterten unsere Gäste. Erstmalig war es unserem Senatspräsidenten Wolfgang Schönberg gelungen, Karten für die Puppensitzung im Kölsch-Hänneschen-Theater zu bekommen. 54 Karten waren innerhalb einer Woche vergriffen.

Nach langem Suchen fanden wir im Saal Neffgen an der Gartenstrasse endlich einen geeigneten Treffpunkt nach dem Brühler Zug. Bei Erbsensuppe, Bier und Apfelkorn schunkelten und tanzten wir mit unseren zahlreichen Gästen und Freunden. Ein echtes “rut-wießes-Familienfest”.

Karneval mitten im Sommer. Senatspräsident Wolfgang Schönberg hatte zu einem außergewöhnlichen Senatsfrühschoppen eingeladen. Dr. Wilhelm Josef Schumacher, Vizebürgermeister Wilbert Hans, Festausschuss-Präsident Karl-Heinz Sicken und Prinzenführer Paul Kühl referierten im Rahmen einer Podiumsdiskussion über die Wiederanfänge des Brühler Karnevals.

Auf der Jahreshauptversammlung wurde Utz A. Bornemann zum neuen Präsidenten der Gesellschaft gewählt. Den “alten” Peter Rösberg zog es beruflich wieder in seine Heimat nach Karlsruhe. Wilfried Küsters wurde Vizepräsident und Reinhard Winterhoff Geschäftsführer. Auch im Senatsvorstand gab es Veränderungen. Theo Render wurde zum Senatspräsidenten und Hermann Mihm zu seinem Stellvertreter gewählt. Also frischer Wind in den rut-wießen Segeln.

1985/1986

Auch die “Rut-Wießen” waren ganz im Zeichen der 700-Jahr-Feier der Stadt Brühl.
Neben dem traditionellen und begehrten Sitzungskarneval wartete die Gesellschaft mit zahlreichen eigenen Veranstaltungen und Beteiligungen auf. Vielen sicher noch in Erinnerung das “Römerfest” in Bessenich. Eingeladen hatte unser Senatspräsident “Theodorus-Vitus” und Gattin. Es war ein einmaliges Fest in den historischen Mauern der Renders.

“Ausflug zu Mutter Grün” hieß es am 13. Juli. 40 Schloßgardisten traten kräftig in die Pedale und radelten gemeinsam zu den Ville-Seen. Im September hatte Senats-Vize Hermann Mihm zum ersten “Rut-Wieß-Tennisturnier” eingeladen.

“Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, ein Kölsch beim Früh muss auch mal sein”. Unter diesem Motto trafen sich jeweils am ersten Dienstag im Monat die Schloßgardisten beim “Früh” auf der Kölnstrasse. Eine gelungene Einrichtung, die von den Mitgliedern angenommen wurde.

1986/1987

Jahr für Jahr das gleiche Bild. Nicht heimlich, aber von dem größten Teil der Schloßgardisten unbemerkt, ging unser neuer Prunkwagen seiner Vollendung entgegen. Ein völlig neues Fahrgefühl erwartet auch die Damen unseres Damenelferrates. Mit viel Liebe zum Detail und handwerklichem Geschick entstand durch unsere fleißigen Wagenbauer Ditzi Möllecken, Hans Schneider, Karl Wingen und Manfred Schmidt ein neues Gefährt.

Auf der Mitgliederversammlung wurde Werner Gasper neuer Geschäftsführer und Zeugwart wurde Willi Wiese.

Am 07. Dezember freuten sich über 120 Schloßgardisten, darunter viele Kinder, auf den Besuch des Nikolaus im Kaiserbahnhof. Was den kleinen recht war den großen Schloßgardisten billig. Am 28. Juni hieß es im Kaiserbahnhof-Garten “Jazz-Time”. Aus dem geplanten Jazzfrühschoppen wurde ein Dämmerschoppen.

Ende September wurden wir von den “Zellerieköpp” beim Kerwefest in Bobenheim stürmisch begrüßt.

Unser Musikzug war zu einer stolzen Truppe herangewachsen und repräsentierte die Schloßgarde über die Stadt Brühl hinaus. Unser zweites Aushängeschild, das Damen-Tanzcorps, hatte sich nach neun aktiven Jahren leider aufgelöst. Schade, ein Stück Schloßgarde-Geschichte ging damit zu Ende.

1987/1988

Das Jahr begann gleich mit einem Knüller. Kaum war der Termin unserer Damensitzung bekannt (24. Januar), war sie auch schon ausverkauft. Auf unseren Sitzungs-Plakaten war zu lesen: Wir sagen auf Wiedersehen 1989, denn für 1988 heißt es „ausverkauft“.

Auf der Mitgliederversammlung wurde Josef Brahs für 3 Jahre zum stellvertr. Schatzmeister gewählt und Heinz Lamberty für 1 Jahr zum Sitzungspräsident.

Auf der Senats-Jahreshauptversammlung wurde Wolfgang Schönberg zum Senats-präsidenten gewählt. Klaus Mollenkott erhielt die Senats-Ehrenpräsidenten-Würde.

Mit Heinz Lamberty hatten wir einen Karnevalsvollprofi zum neuen Sitzungspräsidenten gewonnen, der mit der 15. Herrensitzung sein Brühl-Debüt gab. Die Zellerieköpp (mehrfacher Deutscher Meister) aus Bobenheim verzauberten mit ihren Tänzen Brühl’s Männer.

1988/1989

Schon wieder ein Jubel-Jahr, oder dem Nachwuchs gehört die Zukunft. Mit Prinz Axel I. (Axel Goldmann), Jungfrau Simone (Simone Lersch) und Bauer Jens (Jens Jubert) stellte die Schloßgarde das erste Brühler Kinder-Dreigestirn. Um den Nachwuchs braucht sich die Schloßgarde keine Sorgen zu machen. Auf Initiative von Monika Lersch und Kathi Laufenberg wurde eine Kinder-Clown-Gruppe aufgebaut, die beim Gardecorps-Appell ihre ersten Tänze vorführten. Die rut-wießen Clowns waren begeistert und begleiteten fortan das Kinder-Dreigestirn bei seinen Auftritten.

Die Wahlen der Mitgliederversammlung brachten folgendes Ergebnis: Präsident Lutz Bornemann, Schatzmeisterin Helga Hahnen, techn. Leiter Dietrich Möllecken, Literat und
Sitzungspräsident Heinz Lambery und stellvetr. Geschäftsführer Wolfgang Baum.

In der Session 1989 gab es für die Schloßgarde das 3. neue Tanzpaar. Stolz stellte Präsident Utz Bornemann seine beiden Sprösslinge Ulrike und Alexander als neues Tanzpaar vor.

Der Damenelferrat, mit Präsidentin Waltraud Küsters, machte einen Abstecher an die Donau. Wien hatte es den 13 Elferrätinnen angetan.

1989/1990

Bei der Mitgliederversammlung wurde Lothar Lersch zum techn. Leiter gewählt, Karl Wingen und Heinz Fahnenstich zu stellvertr. techn. Leitern und Käthe Laufenberg zur stellvertr. Geschäftsführerin. Die Wahl war für 3 Jahre.

An einem schönen Herbstsonntag starteten wir ins Bergische Land zu einer Planwagenfahrt nach Reichshof-Ohlenhagen. Fazit: Ein wunderschöner Tag für alte und junge Schloßgardisten.

„Kostümball in rut und wieß“ hieß es am 17. Februar 1990. Unser Präsident und sein Vorstandsteam hatten ausgezeichnete Arbeit geleistet. Prächtig kostümierte Schloßgardisten tanzten in einer herrlich geschmückte Aula zu den Klängen der Big-Band der Bundeswehr und der Cologne Jazz-Society. Eine gelungene Alternative zum traditionellen Sitzungsprogramm unserer Gesellschaft.

Unfassbar für uns alle, verstarb am 15. Oktober 1990 unser Senator und Elferratsmitglied
Hans Schneider. Hans war seit dem 01. Januar 1973 Mitglied unserer Gesellschaft. Bis zu seinem Tode war er aktives Mitglied der “Brühler Schloss-Gardinchen”.

1990/1991

Kinder wie die Zeit vergeht. Aus einer Schnaps-Idee wurde eine aktive Truppe der Schloßgarde. Gemeint ist unser Damenelferrat, der 1991 sein 11-jähriges Bestehen feierte. Im März 1980, mit der damaligen Präsidentin Inge Zander und einer Hand voll jecker rut-wießer Wiever, aus der Taufe gehoben, waren die Damen zu einem festen Bestandteil unserer Gesellschaft geworden. Nicht nur unser “Sessionsorden 1991 “ wurde ihrem Jubiläum gewidmet, der Damenelferrat schenkte sich selbst eine Jubiläumsreise zum Oktoberfest nach München. “Jo mei – war das schön”. Dank an Ingrid Möntenich für die Organisation.

Neuwahlen standen bei unserer Jahreshauptversammlung am 27. April 1990 auf der Tagesordnung. Nachdem Utz Bornemann nicht mehr kandidierte, übernahm unser langjähriges Mitglied Hans-Peter Breidenbach das Zepter der Schloßgarde. Vizepräsidentin wurde Roswitha Goldmann, Geschäftsführer Werner Gasper, Zeugwart Willi Wiese, Pressewart und Archivar Peter Jubert, Sitzungspräsident und Literat Willi Arenz und stellvertr. techn. Leiter Heinz Richter.

Unsere Herrenelferräte zog es im Sommer wieder zum Isselmeer. Selbst Windstärke 5 konnte
die Herren nicht umwerfen, denn schließlich hatten die meisten der rut-wießen Landratten schon genügend Segelerfahrung von 1984.

Ein ganz anderer Sturm blies uns kräftig ins Gesicht. Durch den Krieg im nahen Osten (Operation Wüstensturm) wurden alle Karnevalszüge und Veranstaltungen abgesagt. Für die “Rut-Wießen” aber kein Jahr ohne Karneval. Man feierte im kleinen Kreis unter sich. So hatte Paolo Paris unseren Damenelferrat am Veilchen-Dienstag in sein Restaurant “Bel Sit” eingeladen.

1991/1992

Nun ging es wieder richtig los: Wie hieß es doch auf unserem Sessions-Orden: “Mir loosse uns nix mie diktiere – Bröhl will Fastelovend fiere”.

Da für Karnevalisten das ganze Jahr Karneval ist, begannen wir zur Jahreshälfte mit der Veranstaltung “Tanz in den Mai”. Ein 2-Zeiler unseres Präsidenten Hans-Peter Breidenbach beschrieb die Veranstaltung im Hansa-Hotel vortrefflich:

*Der Abend war herrlich, die Stimmung unübertroffen, alle Gäste waren glücklich und keiner besoffen.*

Am 13. September 1991 hatten wir zum “Höhner-Konzert” ins Super-Globe (Phantasialand) eingeladen. Eine großartige und hervorragende Veranstaltung, die von der Kölner Mundart- und Gesangsgruppe mit einem Life-CD-Mitschnitt von diesem Konzert gewürdigt wurde.

Freud und Leid liegen auch bei uns eng beieinander. Am 08. Oktober verstarb unser Senator und aktives Mitglied Jürgen Krause im Alter von 45 Jahren. Er war seit dem 01.12.1973 Mitglied unserer Gesellschaft.

Auf unserer Herrensitzung am 10.11.1991 hatten wir erstmals Besuch unserer ostdeutschen
Freunde aus Weißwasser. Sie waren schnell vom rheinischen Karnevalsbazillus “Carnevalitis” befallen und feierten kräftig mit.

Ganz groß raus kam eine farbenprächtige Gruppe unserer Gesellschaft. Die Clownkinder hatten nach wochenlangem Training einen neuen Tanz einstudiert. Premiere war beim Gardecorps-Appell am 06.01.1991. Monika Lersch und Kathi Laufenberg hatten ihre “Mäuse”, wie in den Jahren zuvor, wieder liebevoll betreut.

Bei uns ist immer was los. Sitzungen, Nikolausfeier im Hansa-Hotel, Elferrat auf Segeltörn, Wandertour des Damen- und Herrenelferrates, Touren, Feste und gemeinsame Erlebnisse, die unvergessen bleiben.

1992/1993

Auf einer sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung am 20. Mai 1992 im Restaurant Schlosskeller stand die Wahl eines neuen Vorstandes auf dem Programm. Aktiver Präsident, Hans-Peter Breidenbach, gab sein Amt in die Hände von unserem bisherigen technischen Leiter Lothar Lersch, der von der Versammlung einstimmig zum neuen “Präses” gewählt wurde. Hans-Peter Breidenbach fungierte weiter als Vize. Ein idealeres Tandem konnte sich die Schloßgarde nicht wünschen. Ein besonderes Dankeschön galt unserer zum x-ten Mal wiedergewählten Schatzmeisterin Helga Hahnen. Geschäftsführerin wurde Roswitha Goldmann, techn.Leiter Peter Jubert, Sitzungspräsident und Pressewart Willi Arenz, Literat Hans-Peter Breidenbach, stellvertr. Geschäftsführerin Käthe Laufenberg und stellvertr. techn. Leiter Reinhard Bauer.

Schon zu Beginn der neuen Session bewies unsere Vorstands-Crew Mut zum Neuen. Ausverkauft war die erste Brühler Gemeinschaftssitzung in der Aula. “Mir setze en einer Bütt”. Lustig das Motto, zu der Schloßgarde und Löstige Kierberger 530 Jecke eingeladen hatten. Herrlich das Bühnenbild in den beiden KG-Farben rut-wieß und blau-gold. Einstimmiges Resümee: “Sollte man wiederholen”.

Nur wenige Tage später gelang das zweite Schloßgarde-Experiment. Prinzenführer Paul Kühl und “Ober-Hohn” Henning Krautmacher mussten von der Aula-Bühne anerkennend zugestehen, dass das Experiment der Schloßgarde, ihre traditionelle Damensitzung von Sonntag auf den Mittwoch zu verlegen, gelungen war. Der Grund der Verlegung war die Möglichkeit der Verpflichtung karnevalistischer Spitzenkräfte, die auf Einladung der Literaten Hans-Peter Breidenbach und Willi Arenz auch alle nach Brühl kamen. Am Ende waren sich alle einig: diese Sitzung sollte sich Brühl’s Damenwelt auch für 1994 fest vormerken.

Den Tanz in den Mai in unserer guten Stube, dem Brühler Hansa-Hotel, entwickelt sich von Jahr zu Jahr zum Renner außerhalb der Session. So war es auch in diesem Jahr. Tolle Stimmung, Wahl der Mai-Tollitäten, Tombola, Super-Buffet und eine große Schloßgarde-Familie, die ausgelassen in den Mai tanzte.

Die Presse schrieb am 08. September: Stell Dir vor, es ist Sommer und die “Räuber” spielen. Richtig. Mitten im Sommer hatten wir die bekannte Kölner Gruppe zu einem Konzert in’s Atrium der Erich-Kästner-Schule eingeladen. Karneval pur – 350 Gäste schunkelten und sangen zu den Klängen der “Räuber”. Wie meinte unser Präsident nach der Veranstaltung: ein Vorgeschmack auf unser Jubiläumsjahr.

1993/1994

Wie könnte es anders sein, die Schloßgarde stellte in ihrem Jubiläumsjahr ( 22 Jahre ) das Brühler Dreigestirn. Beim offiziellen Empfang im Rathaus wurde das Schloßgarde-Dreigestirn mit Prinz Lothar I. (Lothar Lersch), Bauer Peter (Peter Jubert) und Jungfrau Jocunda (Jochen Goldmann) erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Alle drei stammten aus den Reihen des Herrenelferrates.

Unser Gardecorps Appell stand natürlich ganz unter dem Jubiläums-Motto: „22 Jahre Schloßgarde rut-wieß”. Der absolute Clou war der unnachahmliche und einmalige Auftritt von Käthe Laufenberg und Traudl Breidenbach. Die beiden „Eigengewächse” aus dem Damenelferrat, die in ihrem Sketch die Konfrontation der „feinen Dame” und einem listigen „Bauerntrampel” gekonnt darstellten, hatten die Lacher auf Ihrer Seite.

In der Galerie am Schloss wurde die 22-jährige Geschichte der Gesellschaft in Wort und Bild dargestellt. Die Ausstellung eröffnete Bürgermeister Wilhelm Schmitz mit unserem Dreigestirn.

Abschied nehmen mussten wir von den „Brühler Schloss Gardinchen”, die ursprünglich aus den Reihen der Schloßgarde hervorgegangen waren. Nach vierzehn Jahren hörte das weit über die Grenzen Brühl’s hinaus bekannte Männerballett auf zu tanzen.

Der Höhepunkt war natürlich wieder der Närrischer Elias. Die Schloßgarde nahm mit einer großen Abteilung, begleitet von unseren Freunden, der Hafengarde Oberwinter, erfolgreich am Brühler Zug teil. Gemeinsam trafen wir uns nach dem Zug im Schlosskeller. Dabei revanchierte sich die Schloßgarde mit einer Zusage zur Teilnahme am Rosenmontagszug in Oberwinter am Rhein.

1994/1995

Der Festausschuss Brühler Karneval (FBK) feierte sein 25 jähriges Jubiläum.

Auf der Mitgliederversammlung wurde Roswitha Goldmann zur Vizepräsidentin gewählt. Geschäftsführer wurde Albert Scheid, Archivar und Pressewart Dirk Beus, Sitzungspräsident Toni Judersleben, Zeugwart Erwin Hölzer, stellvertr. Schatzmeister Willi Arenz und stellvertr. techn. Leiter Wolfgang Mülfarth.

Mittlerweile war unsere jährlich Wanderung, die in diesem Jahr von Ute und Albert Scheid organisiert wurde, zu einem festen Bestandteil der Schlo߬garde Aktivitäten geworden.

Aufgrund der knappen Kassen veranstalteten wir zum dritten Mal eine „Große Gemeinschafts-Sitzung“ mit der befreundeten KG Löstige Kierberger in der Aula am Rodderwg.

Unsere „Clownkinder” verbrachten einen herrlichen Tag im Phantasialand als Dankeschön für eine erfolgreiche und schöne Session.

1995/1996

Auch im Sommer verstand die Schloßgarde zu feiern! Die erste „Italienische Nacht” fand im und am „Ristorante Bel Sit” auf der Kölnstraße statt. Zu den Klängen der „Italia Tropical” wurde bis zum Morgen gefeiert und getanzt.

Unser Solo – Tanzmariechen Annette Ruland konnte sich im Halbfinale der Deutschen Meisterschaften platzieren.

Ein voller Erfolg war auch wieder unsere Herrensitzung am 12. November 1995 – erstmals mit den beiden Kölner Top Gruppen „Paveier” und „De Räuber.”

Freud und Leid liegen bekanntlich eng zusammen. Am 31.10.1995 verstarb unser langjähriges Elferrats- und Senatsmitglied Josef Brahs.

Unser Damensitzung fand immer mehr Zulauf bei den Brühler Damen. Am 17. Januar 1996 meldet der Damenelferrat: die Sitzung ist ausverkauft.

„Ein toller Tag für die Schloßgarde,” schrieb der Schlossbote über unser 10. Gardecorps Appell. Über 200 Mitglieder und Gäste konnte wir im festlich dekorierten Saal des Hansa-Hotels begrüßen. Der Grund: Die Schloßgarde vergab erstmals eine neue Auszeichnung an Bürger unserer Stadt, die sich um den Brühler Karneval verdient gemacht haben. Bei der Auszeichnung handelte es sich um den „Schloss Chinesen”, eine 22 cm große Porzellanfigur, deren Original im Vestibül in Schloss Augustusburg steht. Diese Auszeichnung sollte nun alljährlich beim Gardecorps ¬Appell verliehen werden.

Es war uns eine besondere Ehre den ersten Schloss Chinesen an den langjährigen Brühler Bürgermeister und unseren Ehrensenator Herrn Wilhelm Schmitz zu verleihen.

Ein Wechsel an der Spitze des Herrenelferrates. Wolfgang Vaupel löste Ditzi Mölleken nach 7 Jahren „Elferratsbaas” ab.

1996/1997

Unser Damenelferrat machte seine Jahrestour nach Hamburg. Neben Reeperbahn wurde auch das Musical „Cats“ besucht.

Der Senat blieb lieber in heimatlicher Umgebung und verbrachte seinen Senats-Ausflug im Phantasialand. Im Chinatown-Restaurant sorgten Margot Nahrings und Roland Frank für das leibliche Wohl.

Auf der Mitgliederversammlung wurde Hans-Peter Sester zum Sitzungspräsident gewählt, Literat wurde Hans-Peter Breidenbach.

Sportlich wurde es im Sommer beim „1. Grand Slam-Turnier der Schloßgarde.” Auf der Anlage des TC Entenfangs in Wesseling konnten unsere „Tennis-Asse” beim nicht ganz ernst zu nehmenden Tennisturnier ihr Können zeigen.

Viel zu früh verstarb am 11. Juni 1996 unser Ehrensenator und langjähriger Freund und Förderer unserer Gesellschaft Peter Harf.

Der 19. August 1996 sollte für die Schloßgarde zu einem denkwürdigen Tag werden. Im „Ristorante Bel Sit“ trafen sich sieben Mitglieder (Peter Jubert, Rolf Kaus, Jochen Kurz, Paolo Paris, Rolf Ruland, Helmut Schmitz und Ulrike Hessen-Schmitz) zur Gründung eines uniformierten Gardecorps. Zwar war diese Idee nicht ganz neu, doch schlugen viele Gründungs¬versuche in den Jahren zuvor immer wieder fehl. Diesmal schien es zu klappen.

Den Sitzungskarneval eröffnete die Schloßgarde seit Jahren mit der Herrensitzung im November. Doch diesmal nicht mehr wie gewohnt in der Aula am Rodderweg, sondern erstmals im neu errichteten BTV-Tanzsportzentrum an der Bonnstrasse.

Im November ging ein Teil der Schloßgarde auf große Fahrt, Richtung Harz. In Osterorde besuchten wir unsere Mitglieder Fritz und Angelika Schilderoth in ihrem Hotel.

Nach überstandenen „Geburtswehen” konnten sich 10 Männer und 4 Frauen beim Gardecorps Appell am 5. Januar 1997, den Anwesenden im neuen Outfit, sprich in „Garde-Uniform” feierlich präsentieren. Eine neue aktive Gruppierung in der großen Schloßgarde Familie war geboren.

Die feierliche Verleihung des zweiten Schloss Chinesen ging an Paul Kühl. Die Laudatio für den langjährigen Prinzenführer hielt der Preisträger des ersten Schloss Chinesen Wilhelm Schmitz.

Der erste offizielle Auftritt des neuen Gardecorps war unsere Damensitzung am 15. Januar 1997.

1997/1998

Die Mitglieder wählten auf der Mitgliederversammlung Heinz-Willi Limbach zum Pressesprecher, Archivar und Zeugwart.

Unsere jährliche Wanderung ging diesmal in die Eifel. Organisiert wurde sie von Hanne Flitter, Gertrud Breidenbach und Hilde Küpper. 75 Mitglieder erreichten das Ziel ohne Fußkranke.

Unsere Herren- und Damensitzungen hatten den Wechsel in das neue Tanzsport Zentrum gut überstanden und entwickelten sich zum „Selbstläufer” bei den Be¬sucherzahlen.

Nach 1989 stellte die Schloßgarde wieder ein Brühler Kinderdreigestirn. Mit Prinz Marcell II. (Marcel Breidenbach) Bauer Michael (Michael Kurz) und Jungfrau Caroline (Caroline Hölzer) vertraten drei Pänz aus den Reihen der Schloßgarde die Farben der Schlossstadt, getreu unserem Motto: „Et mäht uns Freud Üsch Freud zu maache.”

Unser Gardecorps meldete beim Gardecorps Appell am 11.01.1998 acht Neuzugänge.
4 Gardisten und 4 Marketenderinnen wurden feierlich vereidigt. Eins fehlte unserem Gardecorps bei seinen Auftritten, „Ne Plaggen” (für Zugereiste eine Fahne).Unser Garde-corps-Mitglied Paolo Paris, sah das auch so und schenkte dem Gardecorps eine eigene Fahne. Diese wurde feierlich beim Gardecorps Appell übergeben.

Der Schloss Chinese wurde in diesem Jahr an Karl Heinz Sicken, den Ehrenpräsidenten des Brühler Festausschusses, verliehen.

Der Brühler Rosensonntag Zug musste für Lothar ein glücklicher Tag gewesen sein. Von seinem Stammplatz „dem Feldherrenhügel” auf unserem großen Gesellschaftswagen sah er nur „rut-wieße” Kostüme und Uniformen. Die Schloßgarde präsentierte sich im närrischen Elias in einer bis daher noch nie dagewesenen Stärke, als rot-weißer Lindwurm. Maßgeblichen Anteil daran hatte natürlich auch das neu gegründete Gardecorps, das erstmals als Fußgruppe mit einer eigenen Feldküche am Zug teilnahm, sowie die neue Clowngruppe aus Mitgliedern der Schloßgarde.

1998/1999

Bei der Mitgliederversammlung wurde Helmut Lieven neuer Vizepräsident, Presse- sprecher wurde Willi Arenz und Waltraud Küsters wurde zur stellvertr. Schatzmeisterin gewählt.

Ein voller Erfolg – besonders für unsere Kasse – war wieder mal unsere italienische Nacht am 20.06.1998 bei unserem Senator Paolo Paris.

Nach 1994 – zum vierten Mal in der Geschichte unserer Gesellschaft – wieder ein Brühler Dreistirn von den „Rut-Wießen.” Mit Prinz Matthias II. (Matthias Lövenich), Bauer Hans-Peter (Hans-Peter Breidenbach) und Jungfrau Wolfine (Wolfgang Mülfarth) kamen alle drei aus den Reihen unseres Herrenelferrates.

Den Schloss Chinesen erhielt 1999 der Brauereibesitzer Hartmut Giesler.

Auch unsere „Kleinsten” hatten in der Session großes geleistet. Nach der Premiere beim Gardecorps Appell hatten sie in der Folgezeit als Begleitung des Kinder Dreigestirns über 100 Auftritte absolviert. Der Höhepunkt war die Teilnahme am Brühler Zug, an dem sie erstmals im eigenen Wagen teilnahmen.

Die Schloßgarde ist immer für etwas Neues gut. Am Karnevalsdienstag wurde in der Brühler Innenstadt wieder „Ne Nubbel” verbrannt. Diese schöne Tradition fand jahre¬lang nicht mehr statt. Vor unserem Gardecorps-Stammquartier „Brühler Hof“ auf der Uhlstrasse wurde nach langer Zeit wieder der Nubbel zu Grabe getragen, feierlich zelebriert von Pastor „Don Vaupello”, Wolfgang Vaupel.

Fazit: Es war eine schöne Session besonders für und mit unserem Nachwuchs.

1999/2000

Ein Jahr voller Höhepunkte und Jubiläen in der „Millenniums-Session 2000” stand vor der Tür.

Unser Damenelferrat feierte das 20 jährige Bestehen mit einem tollen Programm zur „Jubiläums-Damensitzung” am 9. Februar 2000. Höhner, Paveier, Bernd Stelter, Blom + Blömcher, u.v.m., alles was Rang und Namen hat, stand auf der Brühler Bühne.

Auch unsere Jüngsten feierten ein jeckes Jubiläum „11 Jahre Clownkinder.” Aus diesem Anlass stellte die Schloßgarde zum dritten Mal das Brühler Kinderdreigestirn. Prinz Dennis I. (Dennis Lis) Bauer Dominic (Dominic Kock) und Jungfrau Kristina (Kristina Müller) kamen alle aus den Reihen der Clownkinder.

Der Senat wählte mit Erwin Hölzer einen neuen Senatspräsidenten, und sein langjähriger Vorgänger Rolf Thienemann wurde zum Senats-Ehrenpräsidenten ernannt.

Beim Gardecorps Appell erhielt Dieter Geuenich, der Präsident der Blauen Zylinder, den Schloss Chinesen.

2000/2001 Bei der Mitgliederversammlung wurde Wolfgang Vaupel zum Sitzungspräsident gewählt.

Man konnte sagen: Alle Rut-Wieße sind op jöck.
Den Damenelferrat zog es als Jubiläumstour nach Berlin (1. – 4. Juni 2000.)

Der Senat ließ es etwas gemächlicher angehen und schipperte mit dem „Dampfer” nach Linz am Rhein.
Ebenfalls ins nasse Element zog es unseren Herrenelferrat. Die Elferräte paddelten in Kanus über die Lahn, mit viel Flüssigkeit unter und im Kanu. Fazit der Tour: keiner ist gekentert alle hatten ihren Spaß.

Unsere Clownkinder machten sich auf zu einer Zelttour in die Eifel. Auch die „Kleinen” hatten ihre Freude und eine Wiederholung wurde geplant.

Im Sommer veranstalteten wir unser erstes Sommerfest mit sportlichen Einlagen. Auf dem Sportplatz an der Bonnstrasse versuchten sich einige Herren aus dem Elferrat gegen eine Auswahl aus dem Senat. Nach vier mal zehn Minuten Spielzeit stand es nach Elfmeterschießen 11:10 für die Herren des Elferrates.

Eine neue Veranstaltung der Schloßgarde kam gut an. In Zusammenarbeit mit dem Stammtisch Kölner Karnevalisten von 1951 e.V. veranstalten wir am 19.10. 2000 unseren ersten Vorstellabend. Über 500 begeisterte Gäste verfolgten im Tanzsportzentrum die Auftritte der Kölner Spitzenkräfte. Diese Veranstaltung wird ein fester Bestandteil für die nächsten Jahre werden, meinte unser Präsident Lothar Lersch zufrieden.

Auch unsere traditionelle Herrensitzung war wieder bis auf den letzten Platz besetzt.

Das Gardecorps wuchs langsam aber stetig an. Beim Gardecorps Appell waren es schon 18 Gardisten und 10 Marketenderinnen.

Den Schloss Chinesen nahm Ulrich Frank, Ehrenmitglied des Brühler Festausschusses, entgegen.

2001/2002

Mitten im Sommer erschien das Gardecorps im Brühler Schlosspark in voller Montur. Das Schloss bildete die Hintergrund-Kulisse für das erste Gruppenfoto unseres Gardecorps mit dem neuen Musikzug.

Über 700 bestens gelaunte jecke Männer kamen zu unsere 30. Herrensitzung, die diesmal genau am 11. im 11. stattfand, ins Tanzsportzentrum an der Bonnstraße.

Berni Breu, Komponist und Texter zahlreicher Brühler Karnevalslieder und Gründer der Brühler Musical Clowns, bekam beim Gardecorps Appell im festlich geschmückten Ramada Hotel unseren Schloss Chinesen verliehen.

Erstmals wurde unser Gardecorps vom Tambour-Corps Gut Klang Keldenich 1923 e.V. in neuer Garde-Uniform begleitet. Künftig wird das TCK unsere Gardisten bei allen Auftritten musikalisch unterstützen.

Am 17. Februar gingen wir auf große Fahrt. Die seit vielen Jahren mit uns befreundete KG Badenia aus Karlsruhe hatte uns zu Ihrer großen Sitzung eingeladen. Mit 24 rut-wieße Jecken marschierten wir in den Saal. Die Tänze unserer Garde kamen bei den Badensern gut an und mit „standing ovations” marschierte die Schloßgarde von der Bühne.

2002/2003

Bei der Mitgliederversammlung im Mai wurde Gisela Kühn zur Geschäftsführerin gewählt und löste damit den langjährigen Geschäftsführer Albert Scheid ab. Zeugwart wurde Wolfgang Lis und stellvertr. techn. Leiter wurde Wilfried Wagner.

Der Senat gründet das „Corps a la Suite”, ein Offiziers-¬Corps zur Verstärkung unseres Gardecorps.

Pfarrer Hans-Gerd Wolfgarten wurde zum Corps-Pfarrer und Ehrenmitglied ernannt.

Unsere Jugend ist auf dem richtigen Weg und kann sich über Zuwachs nicht beklagen. Jugendtanzcorps und Clownkinder sind mittlerweile eine feste Größe im Brühler Karneval.

Unser Damenelferat startet seine Jahrestour ins belgische Brügge.

Leider viel zu früh verstarb unser ehemaliger Vizepräsident und langjähriges Mitglied Wilfried Küsters am 14. Juni 2002.

Ab der Session 2003 gab es bei der Schloßgarde erstmals einen Damenorden. Hierbei handelte es sich nicht um einen Sessionsorden, der Orden wies keine Jahreszahl auf. Der kleine Schloss Chinese sollte das dauerhafte Symbol der Schloßgarde werden.

Das herausragende Ereignis auf unserem Gardecorps Appell war wie jedes Jahr die Verleihung des Schloss Chinesen. Die 22 cm hohe Porzellanfigur ging 2003 erstmals an eine Institution, an die Stadt Brühl. Bürgermeister Michael Kreuzberg nahm die Figur stellvertretend für die Stadt entgegen.

2003/2004

Wie immer im Leben liegen „Freud und Leid” oft nah beisammen. Verabschieden mussten wir uns von zwei langjährigen Senats-Mitgliedern unserer Gesellschaft. Willy Wiese und Heinz Jubert haben uns für immer verlassen.

Ein Jahr vor ihrem Jubiläumsjahr stellte die Schloßgarde ein „Doppel-Dreigestirn.” Ein Novum in der langen Vereinsgeschichte. Mit Prinz Jens-Peter I. (Jens-Peter Kühn) Bauer Ekkehard (Ekkehard Crombach) und Jungfrau Henriette (Heinz Klein) stammten die „Großen” allesamt aus den Reihen unseres Senats.

Das Kinderdreigestirn mit Prinz Christian II. (Christian Odenhausen) Bauer Maximilian
(Maximilian Berner) und Jungfrau Michelle (Michelle Kock) kam aus den Reihen unserer Clownkinder und dem Jugendtanz-Corps. Getreu dem Rut-Wieß-Motto: „Et määt uns Freud üch Freud ze mache,” startete die Gesellschaft in eine ganz besonders ereignisreiche Session.

Zum dritten Mal bekamen wir auch zwei Busse vom Toyota-Autohaus Kretschmer kostenlos zur Verfügung gestellt.

Beim Gardecorps Appell stiftete unser Senator Oliver Crombach den Clownkinder und dem Jugendtanzcorps eine handgestickte Standarte. Der neue Trainer unserer „Jüngsten”, Bernd Jansen, ist in der Gesellschaft kein Unbekannter. Bereits 1972/1973 war er erster Tanzoffizier der Schloßgarde. Viele Neuaufnahmen, Ehrungen und Beförder¬ungen konnten wir wieder beim traditionellen Gardecorps Appell verzeichnen.
Der Senat verlieh erstmalig einen Senatsverdienstorden. Diese Auszeichnung sollte an Personen gehen, die sich in besonderer Weise um die Schloßgarde verdienst gemacht haben. Erster Ordensträger war Ekkehard Crombach.

Unsere „Eigengewächse” sind seit Jahren das Besondere an dieser Ver¬anstaltung. Unser Damenelferrat ließ es sich nicht nehmen, unter ihrem Dirigenten „Prof. Dr. Karamalz” (Traudi Breidenbach) eine Arie aus der Oper „Nabucco” auf unnachahmliche Art und Weise vorzutragen. Das Publikum belohnte die Darbietung mit langanhaltendem Applaus und forderte eine Zugabe.

Den Schloss Chinesen erhielt in diesem Jahr die Renault Nissan AG. Reinhard Zirpel nahm die wertvolle Aus¬zeichnung in Empfang.

Mit einem neuen großen Gesellschaftswagen nahmen wir am Brühler Zug teil. Unser Wagenbau-Team hatte über ein Jahr an diesem „Prunkstück” gearbeitet. Wie in den Jahren zuvor hatte die Schloßgarde wieder eine der größten Abteilungen im Bröhler Zoch.

2004/2005

Die Gruppierungen waren den Sommer über sehr aktiv. Der Herrenelferrat machte seine „Elferrat-op-Jöck-Tour“ 2004 nach Warstein. Neben der Besichtigung der hiesigen Brauerei stand eine Planwagenfahrt auf dem Programm. Der Damenelferrat ließ sich in Willigen im Sauerland bei einem Wellness-Wochenende verwöhnen. Den Senat zog es nicht in die Ferne. Er veranstaltete bei Jochen und Ingrid Kurz ein Spanferkel-Essen und besuchte in der Adventszeit die „Kölsche Weihnacht“.

Auf der Mitgliederversammlung wurde Wolfgang Mülfarth neuer techn. Leiter und Wolfgang Vaupel wurde Sitzungspräsident und Literat.

Am 26.05.2004 verstarb Ulli Frank, ehemals FBK-Präsident, Ehrensenator der Schloßgarde und Verdienstträger des Schloss Chinesen aus dem Jahr 2001.

Zum 5. Mal führte die Schloßgarde in Zusammenarbeit mit dem „Stammtisch Kölner Karnevalisten“ nun schon den Vorstellabend durch, mittlerweile im Brauhausgarten Alt Brühl.

Im Jahr 2005 feierte die Schloßgarde ihr 33 jähriges Bestehen.

Beim Gardecorps Appell wurde Präsident Lothar Lersch vom Karnevalsverband Rhein-Erft mit dem Verdienstorden in Silber ausgezeichnet.
Den Schloss Chinesen erhielt in diesem Jahr die Kaufhof Brühl AG. Geschäftsführerin Frau Uhe nahm die Auszeichnung entgegen.

Das Gardecorps nahm erstmals mit einem Planwagen am Närrischen Elias teil.

2005/2006

Anlässlich ihres 33 jährigen Bestehens machte die Schloßgarde mit dem Ausflugsschiff Anja eine Jubiläumsfahrt auf dem Rhein. Über 100 Teilnehmer genossen einen herrlichen Sommerabend und tanzten bis spät in die Nacht.

Nach 8 Jahren als Kommandant an der Spitze des Gardecorps gab Helmut Schmitz die Verantwortung an Rolf Kaus, der von nun an dem Gardecorps als Kommandant vorstand.

Im November 2005 machten sich Schloßgardisten aus allen Gruppierungen wieder auf den Weg nach Karlsruhe, um mit der befreundeten Barmenia das 50 jährige Bestehen der Tulpengarde zu feiern. Der Auftritt des Gardecorps, des Jugendtanzcorps und des Musikzugs wurde wieder ein voller Erfolg.

In 2006 wurde Schatzmeisterin Helga Hahnen anlässlich des Gardecorps Appell vom Karnevalsverband Rhein-Erft für 24 jährige Vorstandsarbeit mit dem Verdienstorden in Gold ausgezeichnet.

Mit dem Schloss Chinesen wurde Harald „Hacky“ Zeyen, Lokalreporter des Brühler Schlossboten, ausgezeichnet.

Albert Scheid erhielt den Verdienstorden des Senats, der zum zweiten Mal vergeben wurde.

Am 03.01.2006 verließ uns viel zu früh unser langjähriges Mitglied Friedel Lieven. Er war aktiv im Herrenelferrat, im Senat und im Gardecorps.

Beim Rosensonntagszug war das Gardecorps mit zwei Planwagen vertreten.

2006/2007

Bei der Mitgliederversammlung wurde Wolfgang Lis zum Vizepräsidenten gewählt. Zeugwart und Archivar wurde Jochen Kurz, stellvertr. Schatzmeisterin Anne Achnitz, und Jürgen Kock wurde stellvertr. techn. Leiter.

Die Schloßgarde ließ eine Veranstaltung aus dem Jahre 1981 wieder aufleben: das Brunnenfest am Schlesinger-Brunnen im Steinweg. Als Innenstadtgesellschaft präsentierte sich die Schloßgarde mit einem Sommerfest im Herzen von Brühl.

Einige Tänzerinnen des Jugendtanzcorps waren langsam dem Jugendalter entwachsen und wünschten sich eine Umbenennung in Tanzcorps.

Der Wandertag führte die Schloßgardisten nach Heimbach an die Rurtalsperre.

Beim Gardecorps Appell ernannte FBK-Präsident Jürgen Mainzer das Gardecorps zum Ehrencorps des Festausschuss Brühler Karneval.

Wolfgang Vaupel wurde vom Karnevalsverband Rhein-Erft mit dem Verdienstorden in Silber ausgezeichnet.

Stellvertretend für die Stadtwerke Brühl nahm Geschäftsführer Erwin Gardemann den Schloss Chinesen entgegen.

Das Gardecorps feierte sein 11 jähriges Bestehen.

2007/2008

Im Juli 2007 schied Erwin Hölzer als Senatspräsident aus. Sein Nachfolger wurde der bisherige Senatsvizepräsident Jens-Peter Kühn.

Annette Rosen-Roevenich und Konrad Sahler übernahmen von Astrid Kock die Leitung der Clownkinder und des Tanzcorps.

Auf Grund der positiven Resonanz führte die Schloßgarde wieder ein Brunnenfest durch.

Am 08.09.2007 verstarb Karl Heinz Sicken, Ehrenpräsident des FBK’s, Ehrensenator der Schloßgarde und Verdienstträger des Schloss Chinesen 1998.

Beim Gardecorps Appell 2008 wurde erstmals unsere neu erworbene und mit viel Liebe restaurierte Feldküche vorgestellt.

Erwin Hölzer wurde mit dem Verdienstorden des Senats ausgezeichnet.

Der Damenelferrat erfreute die Besucher mit einer gelungenen Darbietung.

Mit dem Schloss Chinesen wurde Jürgen Mainzer für seine langjährigen Verdienste um den Brühler Karneval ausgezeichnet.

Das Gardecorps hatte sich für die Teilnahme am Närrischen Elias einen großen Festwagen ausgeliehen.

2008/2009

Nach 16 Jahren an der Spitze der Gesellschaft zog sich Lothar Lersch zurück. Sein Nachfolger und neuer Präsident wurde Wolfgang Lis.

Die Schloßgarde wurde Ausrichter des 2. Corps-Biwaks, einer Veranstaltung, die im Jahr zuvor von den Fidelen, den Treuen Husaren und der Schloßgarde in Leben gerufen wurde. Die Schloßgarde hatte ihr Biwak im Schwadorfer Feld aufgeschlagen. Über 2 Tage wurde gefeiert, und es wurden Wettkämpfe durchgeführt. Am Sonntagmorgen zelebrierte Corps Pfarrer Wolfgarten eine Feldmesse.

Der Wandertag führte die Schloßgardisten ins Freilichtmuseum Kommern.

Am 26.09.2008 verstarb unser langjähriger Senator Kersten Schindler.

Lothar Lersch wurde beim Gardecorps Appell zum Ehrenpräsident ernannt und trägt als äußeres Zeichen weiterhin seine Präsidentenmütze.

Vom Senat wurde Lothar Lersch für seine besonderen Leistungen mit dem Verdienstorden des Senats ausgezeichnet.

Den Schloss Chinesen erhielt Prinzenführer Karl Heinz Becker.

Die Schloßgarde hatte sich 2008 einen Traktor gekauft, der im Zug 2009 erstmals zum Einsatz kam, und die Feldküche zog.

2009/2010

In diesem Jahr ging die Wandertour der Gesellschaft zu Fam. Odenhausen in die Eifel. Nach einer ausgedehnten Wanderung verbrachte man einen wunderschönen Sommertag im Garten der Fam.Odenhausen.

Unter dem Motto „Man trägt wieder Hut“ traf sich der Senat auf Einladung der Senatoren H.Amberg, H.P.Zimmermann und H.Kaus im Garten von H.Amberg zu einem Sommerfest.

Der Herrenelferrat reiste nach Bergneustadt und schipperte über den Biggesee.

Am 20.06.2009 verstarb unser Senatsehrenpräsident Rolf Thienemann.

Das Brunnenfest, das nun schon zum 4.Mal in Folge durchgeführt wurde, lockte wieder viele Besucher an.

Die Jugend verbrachte erstmals ein gemeinsames Trainingswochenende in Morsbach.

Die Schloßgarde stellte in dieser Session wieder das Brühler Dreigestirn. Mit Präsident Wolfgang Lis als Prinz Wolfgang III., Bauer Jürgen (Kock) und Jungfrau Michelle (Michael vom Hagen) kam das Brühler Dreigestirn zum 6. Mal aus den Reihen der Schloßgarde.
In dieser Session gab es auch erstmalig einen Damen-Sessionsorden, eine verkleinerte Ausgabe des herkömmlichen Sessionsordens.

Beim Gardecorps Appell führte der Damenelferrat zu Ehren unseres Dreigestirns einen Tanz auf. Sie hatten sich als Nonnen verkleidet und ernteten großen Beifall.

Mit dem Schloss Chinesen wurde die Dom-Brauerei ausgezeichnet. Herrn H.Schnappauf nahm die Porzellanfigur stellvertretend entgegen.

Die Eltern der Clownkinder hatten in Zusammenarbeit mit der techn.Abteilung einen neuen Wagen gebaut, der 2010 erstmals im Zug mitfuhr.

Das Gardecorps präsentierte sich im Zug erstmals mit einem eigenen Wagen. Die Gesellschaft hatte einen Wagen gekauft, den das Gardecorps liebevoll restauriert hatte.

2010/2011

Der Herrenelferrat besuchte unseren Ehrenwinzer Alfred Ochs mit seiner Frau Martina auf deren Weingut in Monsheim.

Der Damenelferrat reiste nach Hamburg und besuchte das Musical „Ich war noch niemals in New York“.

Am 24.04.2010 feierte die Stadt Brühl die Verleihung der Stadtrechte vor 750 Jahren. Eine Fahnenabordnung der Schloßgarde nahm am Festumzug teil.

Bei der Mitgliederversammlung im Mai wurde Helmut Lieven zum Vizepräsidenten gewählt. Neuer Zeugwart wurde Dieter Hoever, Heinz Willi Limbach wurde Archivar und Valerie Wagner neue stellvertr. Schatzmeisterin.

Am 13.07.2010 verstarb unser Herrenelferratsmitglied Wolfgang Engels.

Das Brunnenfest, das zu einer festen Einrichtung geworden war, fand wieder am Steinweg statt.

Der Wandertag führte die Schloßgardisten durch das Siebengebirge zu dem schönen Ort Rhöndorf.

Anlässlich des 22 jährigen Jubiläums der Clownkinder stellte die Schloßgarde mit Prinz Leon (Weiler), Bauer Janis (Schönenberg) und Jungfrau Eva (Roevenich) zum 5. Mal das Brühler Kinderdreigestirn.

Beim Gardecorps Appell traten die Damen des Elferrats dieses Mal als Geister auf und legten einen beeindruckenden Tanz aufs Parkett.

Den Schloss Chinesen erhielt für seine großzügige Unterstützung des Brühler Karnevals Dr. Lech Bajka.

Wolfgang Mülfarth wurde für seinen jahrelangen unermüdlichen Einsatz für die Schloßgarde mit dem Senatsverdienstorden ausgezeichnet.

2011/2012

Mitte März 2011 wählte der Senat einen neuen Vorstand: Senatspräsident Fritz Wittig, Vize-Senatspräsident Maternus Roevenich, Senats-Geschäftsführer Jürgen Conzen.

Bei der Mitgliederversammlung wurde Jürgen Kock zum Vizepräsidenten gewählt.
Der Vorstand setzte Reiner Nupens kommissarisch als stellvertr. techn. Leiter ein.

Am 16.05.2011 verstarb unser langjähriges Mitglied Marianne Kehler. Jochen Goldmann, Jungfrau im Dreigestirn 1994, verstarb am 26.05.2011.

Das Brunnenfest wurde am 27.08.2011 zum 6. Mal in Folge durchgeführt. Aufgrund von Baumaßnahmen am Steinweg mussten wir in die Uhlstraße vor das neue Rathaus ausweichen.

Aufgrund widriger Witterungsbedingungen konnte der Wandertag nicht so durchgeführt werden, wie geplant. Der Besuch eines Bergwerks in der Nähe von Mechernich musste abgesagt werden, da die Schloßgardisten völlig durchnässt in einer Grillhütte am Zielort ankamen. Nachdem man sich am Grillfeuer notdürftig getrocknet hatte feierte man feucht-fröhlich den ganzen Nachmittag in der Hütte.

Am 07.10.2011 machte der Herrenelferrat seine „Elferrats op Jöck-Tour“ in die Pfalz und übte sich im Draisinen fahren.

Das Gardecorps verzeichnete einen Zuwachs von 7 neuen Gardisten und tanzte mit frischem Schwung durch die Session.

Beim Gardecorps Appell wurde Bürgermeister Michael Kreuzberg mit dem Schloss Chinesen ausgezeichnet. Im Jahr 2003 nahm er die Auszeichnung stellvertretend für die Stadt Brühl entgegen. 2012 galt die Ehrung ihm persönlich.

Der Uniformappell des Gardecorps wurde 2012 erstmalig in Form einer öffentlichen Veranstaltung durchgeführt. Damit bekamen die anderen Vereine die Gelegenheit während der Session eine Veranstaltung der Schloßgarde zu besuchen.

2012/2013

Bei der Mitgliederversammlung im Mai 2012 wurden Wolfgang Lis als Präsident und Helga Hahnen als Schatzmeisterin in ihren Ämtern bestätigt. Stellvertr. Geschäftsführerin wurde Annette Rosen-Roevenich. Außerdem wurden 3 Beisitzer eingesetzt: Detlev Junker im Bereich Presse, Ralf Schönenberg in der techn. Abteilung und Guido Vetterling übernahm die Verantwortung für unser Festheft.

Am 03.04.12 verstarb unser Ehrensenator und langjähriger Prinzenführer Paul Kühl,
im Alter von 70 Jahren verließ uns unser Mitglied Peter Mannal.

Die Schloßgarde feierte 2012 ihr 40 jähriges Jubiläum. Dazu wurde das Brunnenfest Ende Juni 2012 erstmals über 2 Tage gefeiert. Standort war wieder die Uhlstraße vor dem neuen Rathaus.

Der Senat machte 2012 seinen Ausflug ins Karnevalsmuseum nach Köln. Während einer Führung wurde ihnen der Kölner Karneval von seiner Entstehung bis zum heutigen Tag näher gebracht.

Der Wandertag führte die Schloßgardisten an die Ahr. Von Dernau aus ging es hinauf auf den Krausberg zur Krausberghütte.

Der Damenelferrat machte seine Tour nach Paguera/Mallorca.

Der Vorstand ernennt Rainer Nupens zum Archivar und setzt Ralf Schönenberg kommissarisch als stellvertr. techn.Leiter ein.

Beim Gardecorps Appell 2013 verlieh die Schloßgarde erstmals 3 Schloss Chinesen. Die Schloßgarde ehrte die Brühler Kreditinstitute Kreissparkasse Köln, Brühler Bank und VR Bank Rhein-Erft, die sich gleichermaßen um den Brühler Karneval verdient gemacht haben. Den Verdienstorden erhielt Ralf Schönenberg.

Der Senatsverdienstorden ging an den ehemaligen Senatspräsidenten Jens-Peter Kühn.

Der Uniform Appell, der 2012 gut angenommen worden war, wurde auch 2013 wieder durchgeführt. Veranstaltungsort war nun der Kletterturm in der Kurfürstenstraße. Die Veranstaltung erhielt einen neuen Namen und wird jetzt „Jeck mit Rut-Wieß“ genannt.

2013/2014

Nach dem großen Erfolg des Vorjahres wurde das Brunnenfest im Juni 2013 wieder über 2 Tage gefeiert. Highlights waren die Auftritte der Domstürmer und der Paveier.

Nach dem die Position des Archivars vakant geworden war setzte der Vorstand Hans-Peter Fischer kommissarisch ein.

In Zusammenarbeit von Damenelferrat und techn. Abteilung wurde im Sommer 2013 der Damenelferratswagen umgebaut.

Der Senatsausflug führte die Senatoren mit ihren Damen in den Braunkohletagebau Garzweiler.

Der Herrenelferrat fuhr mit dem Vulkan-Express durch das Brohltal.

Im Jahr 2013 feierte das Tambour Corps Gut Klang Keldenich, das unser Gardecorps seit über 15 Jahren bei seinen Auftritten begleitet, sein 90 jähriges Vereins-Jubiläum.

Der Wandertag führte die Schloßgarde am 15.09.2013 von Euskirchen-Billig zur Burg Zievel und wieder zurück. Unter der ortskundigen Führung von A.u.M.Roevenich machten die Schloßgardisten bei idealem Wetter eine ausgedehnte Wanderung durch das Euskirchener Land.

Das Herbstfest fand im Schützenheim Brühl-Heide statt.

Beim Gardecorps Appell im Januar 2014 wurde kein Schloss Chinese verliehen. Mit dem Verdienstorden der Gesellschaft wurde Fritz Wittig ausgezeichnet.

Die Veranstaltung „Jeck mit Rut-Wieß“ im Kletterturm hat sich gut etabliert und erfreut sich von Jahr zu Jahr zunehmender Beliebtheit. 2014 traten die Cölln Girls und die Wanderer auf.

2014

Das Geschäftsjahr 2014 ist ein Schrumpfjahr, es endet am 31.12.2014. Ab 2015 ist das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr angeglichen und geht jeweils vom 01.01. – 31.12. eines Jahres.

Die Schloßgarde gründete unter dem Namen „Schloßgarde der Stadt Brühl rut-wieß Große Karnevalsgesellschaft von 1972 Förderverein e.V.“ einen Förderverein. Es wurde die vorläufige Gemeinnützigkeit beantragt.

Bei der Mitgliederversammlung am 28.05.14 standen Neuwahlen an. Detlef Junker wurde zum Pressewart und Hans-Peter Fischer zum Archivar gewählt.
Die Mitglieder verabschiedeten eine Neufassung der Satzung.

Am 29.05.14 machte die Schloßgarde zusammen mit den Bröhler Falkenjägern mit der MS Anja eine Rheintour.

Der Erfolg des Brunnenfestes wurde in diesem Jahr durch das Wetter etwas getrübt. Ab Samstagmittag setzte heftiger Regen ein, der den geplanten Auftritt der Räuber am Abend verhinderte.

Der Senat machte im September eine Schlossbesichtigung der etwas anderen Art und hatte die Möglichkeit hinter die Kulissen zu sehen.

Am 03.10.14 wanderte die Schloßgarde durch den Kottenforst und ließ den Tag auf der Terrasse des THC Brühls ausklingen.

Die Herrensitzung fand wieder vor ausverkauftem Haus statt.

2015

Die Schloßgarde stellte mit Prinz Fritz I (Fritz Wittig), Bauer Maternus (Maternus Roevenich) und Jungfrau Kornelia (Konrad Sahler) nach 2010 wieder das Dreigestirn der Stadt Brühl.

Das Gardecorps Appell wurde von ca. 200 Mitgliedern und Gästen besucht. Es wurde kein Schloss Chinese verliehen.
Für seine langjährigen Verdienste wurde Hans-Peter Hahnen mit dem Verdienstorden ausgezeichnet.

Zu Ehren des Dreigestirns veranstaltete die Schloßgarde unter dem Namen „Dreigestirns Party“ im Jugendhaus Cultra eine Karnevals-Party.

Die Damensitzung, die ein tolles Programm mit Kölner Karnevalisten bot, war zum ersten Mal ausverkauft.

Die Veranstaltung „Jeck mit Rut-Wieß“ im Kletterturm wurde wieder sehr gut angenommen.

Die Schloßgarde konnte von der Stadt Brühl ein Gebäude in der Nähe des KarlsBades übernehmen, das sie fortan als Vereinsheim nutzen wird. Das Gebäude wurde zum Teil in Eigenregie restauriert und konnte ab Oktober genutzt werden. Damit hat die Schloßgarde erstmals in ihrer Geschichte ein eigenes Vereinsheim.

Der Wandertag führte die Schloßgardisten nach Köln zu einem Spaziergang durch den Grüngürtel.

Da die Dreigestirns Party in der Session 2015 so gut angenommen wurde, wurde die Veranstaltung unter dem Namen „Party Rut-Wieß“ in den Veranstaltungs-kalender aufgenommen. Aufgrund der Termindichte in den Monaten Januar und Februar wird die Veranstaltung in den November gelegt. Im November 2015 wurde die Party von fast doppelt so vielen Gästen besucht, wie die erste Veranstaltung und hat noch Potenzial nach oben.

2016

2016 feiert die Schloßgarde ihr 44 jähriges Jubiläum.

Auf dem Gardecorps Appell wurde Guido Vetterling mit dem Verdienstorden ausgezeichnet.
Den Schloss Chinesen erhielt der langjährige Kinderprinzenführer Roland Mohlberg.

Zum letzten Mal fand im Kletterturm „Jeck mit Rut-wieß“ statt. Zukünftig wird ein Uniform-Appell in anderer Form stattfinden.

Kneipenkonzert mit „De Räuber“ am 31.03.2016 im „Schloßkeller“ im Haus Wetterstein.

Erstmals richteten wir am letzten Aprilwochenende in der Brühler Innenstadt vor dem Rathaus den ersten Brühler Wein- und Spargelmarkt aus. Gemeinsam mit der Stadt Brühl wurde auch offiziell die Spargelsession eröffnet. Aufgrund der sehr positiven Resonanz ist eine Fortsetzung geplant.

In diesem Jahr stand wieder die Wahl des Vorstandes an. Die langjährigen Mitglieder Helga Hahnen und Gisela Kühn schieden aus. Die Position der Leitung des Tanzcorps sowie der Clownkinder wurde ebenfalls neu besetzt mit Assia Schneider und Stefanie Froebes. Hier schieden nach langjähriger Tätigkeit Annette Rosen-Roevenich und Konrad Sahler aus. Neue Mitglieder konnten für die Arbeit im Vorstand gefunden werden und bereits vorhandene Mitglieder übernahmen neue Positionen. Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen.

Präsident Wolfgang Lis
Vizepräsident Jürgen Kock
Schatzmeister Peter Fischer
Geschäftsführerin Annette Rosen-Roevenich
Senatspräsident Fritz Wittig
Technischer Leiter Wolfgang Mülfarth
Stellv. Schatzmeisterin Simone Lersch
Stellv. Geschäftsführerin Elke Pick
Stellv. Techn. Leiter Ralf Schönenberg
Zeugwart Dieter Hoever
Pressesprecher Detlev Junker
Archivar Peter Fischer
Vizepräsident d. Senats Maternus Roevenich
Kommandant Gardecorps Georg Müller
Herren-Elferratspäsident Wolfgang Vaupel
Damen-Elferratspäsidentin Monika Lersch
Leiterin Tanzcorps/Clownkinder Assia Schneider u. Stefanie Froebes
Beisitzer Guido Vetterling

Unser traditionelles Brunnenfest war wiedermal eine gelungene Veranstaltung incl. Public Viewing auf Grund der Fußballeuropameisterschaft.

Der diesjährige Wandertag fand am 02.10.2016 statt. Es ging vom Vereinsheim zum Jagd-schloss Falkenlust. Nach der Besichtigung des Jagdschlosses endete dieser Tag wieder in unserem Vereinsheim bei Gegrilltem und kühlen Getränken.

Am 06.11.2016 fand unsere alljährliche Herrensitzung im Tanzsportzentrum in der Bonnstraße statt.

Die Party Rut-Wieß fand zum dritten Male in Folge statt und ist zur festen Veranstaltung im Brühler Karneval geworden.

Auch unser „Advents Kölsch“ Anfang Dezember im Vereinsheim, die neueste Errungenschaft der Schloßgarde, erfreut sich steigender Beliebtheit bei den Mitglieder und Freunden der Schloßgarde.


Datum: 05.Nov.2017
Beginn: 14:55 Uhr
Einlass 13:30 Uhr

Herrensitzung


Datum: 17.Nov.2017
Beginn: 19:30

Party Rut-Wieß


Datum: 20.Jan.2018
Beginn: 14:45 Uhr
Einlass 13:15 Uhr

Damensitzung


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