Historie

Chronik

 

 der Schloßgarde der Stadt Brühl

Große Karnevalsgesellschaft Rut-Wieß von 1972 e.V.

 


Nach über 20-jährigem Dornröschenschlaf bildeten sich Anfang der siebziger Jahre in Brühl wieder erste "Fastelovendsblüten" in Form von karnevalistischen Stammtischen,Karnevals-Interessenge­meinschaften und Karnevalsgesellschaften.

Auf Initiative des damaligen Brühler Bürgermeisters, Wilbert Hans, und des Festausschuss-prä­sidenten, Karl-Heinz Sicken, gewann die Brauchtumspflege in Brühl wieder an Bedeutung.

Von diesem "neuen Karnevalsbazillus" wurden auch 21 Brühler "befallen" und gründeten am

10. Mai 1972 in der Gaststätte "Zum Stadion" an der Bonnstrasse in Brühl eine neue Karnevalsgesell­schaft. Unter dem Initiator und späteren Präsidenten, Franz-Josef Pütz, gab man der Gesellschaft den Namen:

"Große Brühler Karnevalsgesellschaft Schloßgarde rut-wieß von 1972 e.V."

Man ahnte damals natürlich noch nicht, dass sich hieraus eine Gesellschaft entwickelte, die später einmal einen festen Stellenwert im Karnevals- und Gesellschaftsleben der Schlossstadt einnehmen würde.

Als Emblem der Gesellschaft wählte man das Brühler Schloss mit Parkansicht.

Gründungsmitglieder der neuen Brühler Karnevalsgesellschaft waren: 

Heinz Kirschbaum, Helmut Weber, Reinhold Plagge, Gisela von Hagen, Willi von Hagen, Ute Rei­nert, Anita
Neesen, Gisela Waser, Franz-Josef Pütz, Hans-K. Neesen, Willi Gladbach, Roswitha Breuer, Heinz Breuer, Gisela Schmitz, Bernd Jansen, Margret Gortz, Bettina Hartung, Maria Wostmann, Caspar Staub, Gretel Staub und Jörg-Peter
Reinert.

Aus diesen Personen entstand der erste Vorstand der jungen Karnevalsgesellschaft:

Präsident: Franz-Josef Pütz
Vize-Präsident:   Helmut Weber
Schatzmeister:     Heinz Breuer
Geschäftsführer:     Jörg P. Reinert
Literat:      Roswitha Breuer
Techn. Leiter:   Heinz Kirschbaum
Kommandantin:   Gisela Waser

 

Am 12. November 1972
wurde die erste größere Veranstaltung, ein musikalischer Frühschoppen, durchgeführt. Bekannte Kölner Karnevalisten wie Karl Berbuer, Die Buschräuber, Dotz und Dötz und Rolf Dietmar Schuster, gaben der Schloßgarde ihre Zusage und
attackierten die Lachmuskeln der zahlreichen Besucher. An diesem feucht-fröhlichen Vormittag wurden auch die ersten Ehrensenatoren ernannt.

1973/1974

Die Mitgliederzahl stieg ständig, und so entschloss man sich, am 06. Januar 1973 die erste Prunksitzung
in der Aula des städtischen Gymnasiums durchzuführen. Diese Veranstaltung

Auf Bewirken von Franz-Josef Pütz und Senatspräsident Helmut Vieten entstand innerhalb kurzer Zeit
ein Damentanzcorps. 12 junge hübsche Damen fanden sich bereit, mit ihrer Kommandantin Gisela Waser bei einer Tanzlehrerin ein Jahr zu üben. Schnell eroberten sich die kessen "Garde-Mädchen" mit ihrem Tanz die Herzen
der Brühler Jecken. Die ersten Uniformen wurden von einem bekannten Brühler Fuhrunternehmen gespendet.

Der Aufschwung der "Rut-Wießen" war nicht mehr zu bremsen. Bereits im zweiten Jahr, am 11.11.1973, veranstaltete die junge Gesellschaft ihre erste Herrensitzung und ließ damit eine alte Brühler Tradition wieder aufleben. Auf der vom WDR dekorierten Bühne residierten die Elferräte in originalen Hunnenkostümen. Die Brühler Männerwelt war aus dem Häuschen und die Presse schrieb damals:"Die Schloßgarde rief, und alle Männer kamen."

Auch der Senat wurde aktiv und lud am 12. Oktober 1974 zum gemütlichen Beisammensein ins Senatskasino Hotel Adolph ein. Aus organisatorischen Gründen konnte jedes Mitglied nur vier Karten erwerben, so groß war der Andrang auf die Karten für diese Veranstaltung.

1975/1976

Immer mehr Mitglieder sah man in den Rot-Weißen-Gesellschaftsjacken. Stolz präsentierten sich ganze Tischreihen in "Rut-Wieß" bei zahlreichen Brühler Karnevalsveranstaltungen.

Was für ein Jahr!

Die Garde stellte mit Walter Feldhaus (Prinz Walter) Dieter Haupt (Bauer Dieter) und Günter Schallen­berg (Jungfrau Gundi) das erste "Schloßgarde-Dreigestirn". Unser Damentanzcorps bekam ein Tanzpaar. Ilse Küpper und Bernd Jansen vertraten mit unseren leckeren Mädchen aus dem Tanzcorps die Farben unserer Gesellschaft von Düsseldorf bis Mainz. Außerdem begleiteten sie unser Dreigestirn bei allen Auftritten. Prunksitzung und Herrensitzung wurden zu Höhepunkten der "Rut-Wieß-Tollitäten". Die Prunksitzung wurde life vom Brühler Krankenhaus-Sender auf alle Stationen des Marienhospitals übertragen. Auf der Jahreshauptversammlung wählte die Gesellschaft Helmut Weber zum Präsidenten. Seit der Gründung wurde die Schloßgarde im Brühler Karnevalszug von ihrem Tanzcorps als Fußgruppe vertreten. 1976 hieß es für die Garde: "Dr' Zoch kütt" und wir waren erstmals mit einem großen Prunkwagen im "Bröhlsche Zoch" vertreten. Durch die Ideen von Manfred Schmidt als künstlerischem Gestalter und der Mitarbeit vieler Helfer konnte ein origineller und sehenswerter Prunkwagen gebaut werden. Und vor dem Wagen marschierte unser Tanzcorps in seinen schmuc­ken Uniformen. "Ein Traum in Rut und Wieß" schwärmte Präsident Helmut Weber damals.

Krönender Abschluss der Session wurde die Teilnahme unserer Gesellschaft an der Steubenparade in New York.

46 Gardisten, darunter auch unser Tanzcorps, flogen am 26. Oktober 1976 nach Amerika. Präsi­dent Helmut Weber, gleichzeitig Reiseleiter und Organisator, verschaffte der Schloßgarde in der Zugordnung einen Platz hinter dem Kölner Dreigestirn und den Blauen Funken. Die Reise war für alle Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis.

1977/1978

Der Senat wählte Klaus Mollenkott zum neuen Senatspräsidenten und Helmut Vieten wird zum Senatsehrenpräsidenten ernannt.

Präsident Helmut Weber begrüßte zum 5-jährigen Jubiläum der Schloßgarde das 100. Mitglied.
Die Schloßgarde war aus dem Brühler Karnevalsleben nicht mehr wegzudenken!

Nach einer ausverkauften Prunksitzung am 15. Januar und einem tollen Weiberfastnachtsball im großen Saal des Restaurants Schlosskeller, veranstaltet die Garde erstmals am 20. Februar einen "Ball in Rut-Wieß". Ein prächtiges Bild bot unsere Gesellschaft mit ihrem Prunkwagen beim Brühler "Rosensonntagszug". In Illingers Weinsteige an der Pingsdorfer Strasse organisierte der Vorstand eine zünftige Weinprobe. Der Wein soll so manchem noch am frühen Morgen gemundet haben.

1978/1979

Im April 1978 wurde unser Ehrenmitglied Heinrich Schmitz "Schöppe Hein" 75 Jahre alt. Eine große Abordnung der Schloßgarde nimmt mit dem Damentanzcorps am Prinzen-Biwak der Düssel­dorfer Prinzengarde teil.

Das Jahr 1978 hielt aber auch noch einige Überraschungen und Rückschläge für die junge, aufstrebende Gesellschaft, bereit.

Im Juni tritt Präsident Helmut Weber aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurück, bis zur nächsten Jahreshauptversammlung wird die Garde durch Vize Franz-Josef Thomas geleitet.

Unfaßbar und unerwartet für uns alle verstarben 1978 unser technischer Leiter Erhard Schuler, sowie unser Geschäftsführer und Senatsvizepräsident Werner Zander.

Die Schloßgarde verliert zwei aktive Mitstreiter und Förderer des Brauchtums.

Bei den "Rut-Wießen" ist immer was los, stand in der Einladung zum ersten Elferratsfrühschoppen mit Damen am 21. Oktober. Sitzungs- und Elferratspräsident Wolfgang Vaupel hatte in das Restau­rant "Zum Landsknecht" eingeladen; sozusagen als Einstimmung auf die neue Session!

Unser neues Tanzpaar, Wolfgang Zipperer und Petra Würz, kommen gut an und ziehen mit unserem Damentanzcorps durch die Säle.

1979/1980

Das Sessions-Motto: "Et mät uns Freud, üch Freud zu mache", stand nicht von ungefähr auf unseren Orden. Der Garde-Marsch, komponiert und arrangiert vor Jahren von unserem un­vergessenen Ted Borgh und getextet von Josef Hans, war als Schallplatte zu haben. Wir konnten stolz sein, denn wir waren die erste Karnevalsgesellschaft im Erftkreis, die eine eigene Platte heraus­gebracht hatte. Eine Big-Band, unter der Leitung von Ted Borgh, spielte die Musik und ein gemischter "Garde-Chor", aus Tanzcorps und Vorstand, besang in einem Kölner Studio die schwarze Scheibe. Fortan war der "Rut-Wieß-Marsch" in aller Munde und bei jeder Veranstaltung der Schloßgarde zu hören.

Am 29. Januar 1979 konnte unser Sitzungspräsident, Wolfgang Vaupel, wieder eine ausverkaufte Prunksitzung ansagen. Bei herrlichem Wetter und prächtiger Stimmung nahmen wir mit unserem neuen Prunkwagen am Bröhler Zoch teil.

Bis heute - bei Manchen noch in bester Erinnerung - unser "Schloßpiratenfest" am 01.09.1979 auf der "Alten Liebe" in Rodenkirchen. Auf den Wellen von Vater Rhein wurde bei Kölsch und rustika­lem Buffet getanzt, gelacht und die "Rut-Wieße-Geselligkeit" gepflegt.

Völlig neuen Boden betrat die Schloßgarde am 22.11.1979.

Der Vorstand hatte den Schweizer Kabarettisten "Emil" (Emil Steinberger) zu einem einmaligen Sondergastspiel in die Aula eingeladen. Die Veranstaltung wurde zum Knüller, die Aula platzte aus allen Nähten, und die Garde-Kasse stimmte!

Die Jahreshauptversammlung 1979 brachte eine Überraschung, denn Helmut Weber kandidierte wieder für das Amt des Präsidenten und wurde auch gewählt. Die Jahreshauptversammlung war auch die Geburtsstunde unserer Garde-Post, die auf Initiative der beiden ersten Redakteure, Josef Hans und Rolf Kaus, das Gesellschaftsleben wiederspiegelten und unsere Mitglieder regelmäßig informierte.

Herrenelferratsabende mit Damen hatten in der Schloßgarde eine lange Tradition. Präsident Helmut Weber - um spontane Ideen nie verlegen - war es gelungen, bei einem geselligen Abend seine Vorstellung in Richtung Damenelferrat zu verwirklichen.

Helmut Webers Idee:

In der nächsten Session startet die Schloßgarde mit einer Damensitzung, dazu benötigen wir einen Damenelferrat! So einfach war das!

Unser Damenelferrat war geboren. Die Damen verstanden es zu feiern; gemeinsamer Feuer­zangen­bowle Abend, Teilnahme am Kerwefest in Bobenheim, und schnell war eine starke Truppe um Präsidentin Inge Zander startklar für ihre Sitzung.

1980/1981

Die Session begann mit der Ausstellung "Schloßgarde rut-wieß - wir über uns -" im Informationszentrum der Stadt Brühl. Es wurden Bilder, Orden und Uniformen vergangener "Schloßgarde-Jahre" gezeigt. Bürgermeister und Ehrensenator Wilhelm Schmitz eröffnete zusammen mit Präsident Helmut Weber die Ausstellung am 16. Januar.

Am 15. Mai startet der Elferrat mit Sitzungspräsident Wolfgang Vaupel in Richtung Luzern, auf Einladung von unserem "Ehrenelferrats-Mitglied" Emil Steinberger. Auf Initiative unseres agilen Präsidenten wurde ein neues "Garde-Kind" geboren. Am 21. März 1980 trafen sich zehn Rut-Wieß-Gardisten zur Gründungsversammlung eines Garde-Musikzuges. Als musikalischer Leiter fungiert unser Senatsmitglied Willi Brenig, Kommandant wurde Josef Jenniches. Schon zur Herren­sitzung war der neue Musikzug so weit, daß er in schmucken Uniformen, angelehnt an die preußischen Kürassier-Uniformen aus dem Jahre 1840, die Feuertaufe bestand.

Im Rahmen des Brühler Marktes veranstaltete die Schloßgarde rund um die Brunnenfiguren am Steinweg ein Brunnenfest. Prompt hatten wir ein "Ehrenmitglied" in unseren Reihen. "Brunnifacius" hieß fortan eine von dem Künstler Jan Schlesinger geschaffene Brunnenfigur. Verewigt haben wir "Brunnifacius" auf unserem Sessionsorden unter dem Motto: "Mir han ene Jeck mih." Mit einem großen "Narrenschiff" beteiligt sich die Garde am Brühler Rosensonntagszug. Als Schlosspiraten fahren 25 Gardisten durch die närrische Schlossstadt.

Die ganz Garde war auf den Beinen, als unser Senatspräsident Klaus Mollenkott am 05. Oktober im Schlosskeller zur Hochzeitsfeier eingeladen hatte.

Eine harmonische Jahresabschlussfeier mit zahlreichen Ehrungen schloss ein erfolgreiches Rut-Wieß-Jahr ab.

1981 / 1982

"Mit etwas Stolz können wir uns heute zu den größten Karnevalsgesellschaften im Erftkreis zählen", begann Präsident Helmut Weber die Begrüßung der neuen Garde-Mitglieder. Genau 31 neue Mitglieder hatten sich in der zurückliegenden Session angemeldet.

Wieder startete die Schloßgarde ein Novum im Brühler Sitzungskarneval - mit der ersten Damensitzung am 15. Februar 1981 bestand der im März 1980 gegründete Damenelferrat mit seiner ersten Präsidentin Inge Zander die Feuertaufe und bot den über 500 ausgelassenen jecken Brühlerinnen ein Super-Sitzungsprogramm. Zu den vielen Höhepunkten zählten natürlich die Auftritte unseres Tanzcorps mit dem Garde-Musikzug unter der Leitung von Willi Arenz als Kommandant.

Absoluter Knüller mit Überraschungseffekt war der erste Auftritt der "Brühler Schloßgardinchen" - einem Männerballett aus Mitgliedern der Schloßgarde.

Am 27. September starteten 40 Gardisten nach Bobenheim zum Kerweumzug. Mit dem Bobenheimer Karnevalsverein "Zellerieköpp" verbindet uns eine langjährige Partnerschaft.

Gesellige Frühschoppen und Treffen in gemütlichen Kellerbars - mal bei Thoeldens, mal bei Rösbergs oder Schneiders - werden zur willkommenen Tradition in unserer Gesellschaft und fördern die Gemeinschaft.

Groß war auch die Teilnahme am ersten Garde-Corps-Appell am 08. Januar 1982 im Schlosskeller. Nach 10 Jahren Schloßgarde war es nötig geworden, die Satzung zu überarbeiten. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Mai 1982 wurde die neue Satzung angenommen. Gleichzeitig bekam die Gesellschaft einen neuen Namen und hieß nun:

"Große Brühler Karnevalsgesellschaft
Schloßgarde der Stadt Brühl rut-wieß von 1972 e.V.“

Die folgende Jahreshauptversammlung wählte einen neuen Vorstand. Zum Präsidenten wurde der bisherige Schatzmeister Peter Rösberg gewählt. Auch der Senatsvorstand bekam neue Gesichter. Klaus Mollenkott gab sein Amt an Wolfgang Schönberg ab. Er wurde selbstverständlich Senats­ehren­präsident. Kersten Schindler fungierte als Senats­geschäftsführer. Pünktlich zum bevorstehenden Garde-Jubiläum studierte unser Tanzcorps zwei neue Tänze ein.

1982/1983

Sessionsmotto: "De Ring erav, de Erft erop, jeder weiß et, Bröhl steht kopp". Kopp standen auch die "Rut-Wießen". 11 Jahre Schloßgarde Rut-Wieß hieß unser Motto. 11 Jahre Spaß an der Freud - 11 Jahre im Bröhlsche Fasteteer.

Zum zweiten Mal seit ihrem Bestehen stellt die Schloßgarde das Dreigestirn. Mit seiner Tollität Prinz Eugen I (Eugen Möntenich), Bauer Hans (Hans Schneider) und Jungfrau Hermine (Hermann-Josef Engels) regierten 3 Männer aus dem Garde-Senat über das Brühler Narrenvolk, geführt von unserem Ehrensenator und Prinzenführer Paul Kühl.

Die Garde ist in den 11 Jahren zu einer mitgliederstarken Stütze im Brühler Karneval geworden, mit einem aktiven Damen- und Herrenelferrat, einem Tanzcorps und einem eigenen Musikzug, unterstützt und gefördert von den Senatoren und Ehrensenatoren.

Präsident Peter Rösberg und sein Vorstand hatten ein attraktives Jubiläumsprogramm anzubieten. Elf Veranstaltungen zogen sich wie eine "rot-weiße Schnur" durch die jecke Session, getreu dem Garde-Marsch-Motto: "Et mät uns Freud, üch Freud zu mache". Zum Beispiel, innerhalb von 8 Tagen 3 Veranstaltungen (Jubiläums-Prunksitzung 15.01.1983, Jubiläumsgarde-Empfang 16.01.1983, Großes Kostümfest im THC 22.01.1983), da soll so mancher Gardist nicht mehr ins Bett gekommen sein!

Doch auch unser Elferrat konnte ein kleines Jubiläum feiern! 5 Jahre Elferrats-Frühschoppen. Ein Vertrauensbeweis für Elferratspräsident Wolfgang Vaupel und sein Team. Zum ersten Mal wagte
sich der Garde-Elferrat auf sportliches Gebiet; die Herausforderung des Schloßgarde-Musikzuges zu einem Fußballspiel wurde mit Begeisterung angenommen. Der Fußballnachmittag auf der
Maigler-Wiese mit mehreren Halbzeiten wurde zu einem Schloßgarde-Familienfest mit
Grillwürstchen und Bier.

Da wollte unser Damen-Elferrat nicht nachstehen:

Kegelabende, Zwiebelkuchenessen, Damenelferratstour nach Windhagen und natürlich eine ausver­kaufte Damen-Jubiläumssitzung am 30. Januar - na, ist das nichts?

Die gesellschaftlichen und privaten Kontakte nach Bobenheim tragen erste Früchte. Die Tanzgrup­pe "Zellerieköpp" (Deutsche Meister im Schautanz 1982) aus Bobenheim waren die Renner unserer Herren- und Damensitzungen. Als Höhepunkt der Jubiläumssession hatte die Schloßgarde am
16. Januar 1983 zum "Jubiläums-Garde-Empfang" in die Aula des Max-Ernst-Gymnasiums eingeladen. 28 Karnevalsgesellschaften mit über 1.200 Aktiven folgen der Einladung nach Brühl, wo sie von unseren Mitgliedern mit Freibier und Erbsensuppe bewirtet wurden. In einem siebenstündigen Auftrittsprogramm nahmen Präsident Peter Rösberg, zusammen mit dem Dreigestirn, die Referen­zen der einzelnen Gesellschaften entgegen. Als Erinnerung gab es "Schloßgarde-Teller", Orden und Blumen.

Am Karnevalszug nahm die Schloßgarde mit einem neuen, herrlichen farbenprächtigen Prunkwa­gen,
im Barockstil teil. Begleitet wurde der Prunkwagen vom Musikzug, Tanzcorps sowie einer stattlichen Fußgruppe des Damenelferrates. Unsere 80 Schloßgardisten erhielten viel Beifall auf dem Zugweg.
Ein gelungenes Rut-Wieß-Jubiläumsjahr lag beim traditionellen Fischessen am 16. Februar hinter uns.

1983/1984

Auch nach unserem Jubiläumsjahr lief es weiter auf vollen Touren. Ende September starteten wir
mit einem Bus in Richtung Bobenheim zum Kerwefest. Mit unserem Musikzug und dem Tanzcorps konnten wir uns im Festzug sehen lassen.

Auf Initiative von Senatsvize, Eugen Möntenich, fuhr der Senat mit einem Oldtimer-Bus zu einer Besichtigung der Küppers-Brauerei nach Köln. Zu vorgerückter Stunde wurde die Theorie in die Praxis umgesetzt, d.h. gekostet, ob das Kölsch auch so gut schmeckt, wie es gebraut wird. Bei
einem gut besuchten Senats-Frühschoppen erzählte der Kölner Ex-Prinz Günther Deibert Anekdo­ten aus dem Leben eines Kölner Karnevalsprinzen.

Fünf Jahre "Elferratsfrühschoppen", dieses kleine Jubiläum wurde von unserem Herrenelferrat
ganz besonders gefeiert. Auf einem umgebauten Frachter aus dem Jahre 1904 erlebten 14 Elferrä­te abenteuerliche Tage auf schwankenden Planken im holländischen Isselmeer.

Am 28. April gratulierten wir unserem Ehrenmitglied "Schöppe Hein" - alias Heinrich Schmitz -
zum 80. Geburtstag. Eine starke Abordnung mit Präsident Peter Rösberg und Senatspräsident Wolfgang Schönberg besuchten den ältesten Gardisten in seinem Pingsdorfer Haus und ernannten Heinrich Schmitz zum Ehrensenator der Gesellschaft.

1984/1985

Traditionsgemäß starten wir mit unserem General-Corps-Appell am 13. Januar im Schlosskeller in die Session 1984.

Gut besuchte Sitzungen mit einem tollen Programm begeisterten unsere Gäste. Erstmalig war es unserem Senatspräsidenten Wolfgang Schönberg gelungen, Karten für die Puppensitzung im
Kölner Hänneschen-Theater zu bekommen. 54 Karten waren innerhalb einer Woche vergriffen.

Nach langem Suchen fanden wir im Saal Neffgen an der Gartenstrasse endlich einen geeigneten Treffpunkt nach dem Brühler Zug. Bei Erbsensuppe, Bier und Apfelkorn schunkelten und tanzten
wir mit unseren zahlreichen Gästen und Freunden. Ein echtes "Rut-Wieß-Familienfest".

Karneval mitten im Sommer!

Senatspräsident Wolfgang Schönberg hatte zu einem außergewöhnlichen Senatsfrühschoppen ein­geladen. Dr. Wilhelm Josef Schumacher, Vizebürgermeister Wilbert Hans, Festausschusspräsident
Karl-Heinz Sicken und Prinzenführer Paul Kühl referierten im Rahmen einer Podiumsdiskussion über die Wiederanfänge des Brühler Karnevals. Auf der Jahreshauptversammlung wurde Utz A. Borne­mann zum neuen Präsidenten der Gesellschaft gewählt. Den "alten" Peter Rösberg zog es beruflich wieder
in seine Heimat nach Karlsruhe. Auch im Senatsvorstand gab es neue Gesichter. Theo Render wurde zum Senatspräsidenten und Hermann Mihm zu seinem Stellvertreter gewählt. Also frischer Wind
in den "Rot-Weißen-Segeln".

1985/1986

Auch die "Rut-Wießen" ganz im Zeichen der 700-Jahr-Feier der Stadt Brühl.

Neben dem traditionellen und begehrten Sitzungskarneval wartet die Gesellschaft mit zahlreichen eigenen Veranstaltungen und Beteiligungen auf. Vielen sicher noch in Erinnerung das "Römerfest"
in Bessenich. Eingeladen hatte unser Senatspräsident "Theodorus-Vitus" und Gattin. Es war ein einmaliges Fest in den historischen Mauern der Renders.

"Ausflug zu Mutter Grün" hieß es am 13. Juli. 40 Gardisten traten kräftig in die Pedale und radel­ten gemeinsam zu den Ville-Seen. Im September hatte Senats-Vize Hermann Mihm zum ersten "Rut-Wieß-Tennisturnier" eingeladen.

"Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, ein Kölsch beim Früh muss auch mal sein". Unter diesem
Motto treffen sich jeweils am ersten Dienstag im Monat die Schloßgardisten beim "Früh" auf der Kölnstrasse. Eine gelungene "Einrichtung", die von den Mitgliedern angenommen wurde.

1986/1987

Jahr für Jahr das gleiche Bild. Nicht heimlich, aber von dem größten Teil der Schloßgardisten unbemerkt, geht unser neuer Prunkwagen seiner Vollendung entgegen. Ein völlig neues "Fahrge­fühl" erwartet auch die Damen unseres Damenelferrates. Mit viel Liebe zum Detail und handwerkli­chem Geschick entstand ein neues Gefährt, durch unsere fleißigen Wagenbauer Ditzi Möllecken,
Hans Schneider, Karl Wingen und Manfred Schmidt.

Am 07. Dezember freuten sich über 120 Gardisten, darunter viele Kinder, auf den Besuch des
Nikolaus im Kaiserbahnhof. Was den "kleinen" recht - war den "großen" Gardisten billig. Am 28. Juni hieß es im Kaiserbahnhof-Garten "Jazz-Time". Aus dem geplanten Jazzfrühschoppen wurde ein Dämmerschoppen!

Ende September wurden wir von den "Zellerieköpp" beim Kerwefest in Bobenheim stürmisch begrüßt.

Unser Musikzug war zu einer stolzen Truppe herangewachsen und präsentierte die Schloßgarde
über die Stadt Brühl hinaus. Unser zweites "Aushängeschild", das Damen-Tanzcorps, hatte sich
nach neun aktiven Jahren leider aufgelöst. Schade, ein Stück "Schloßgarde-Geschichte" ging damit zu Ende.

1987/1988

Das Jahr begann gleich mit einem Knüller. Kaum war der Termin unserer Damensitzung bekannt
(24. Januar) - war sie auch schon ausverkauft. Auf unseren Sitzungs-Plakaten war zu lesen:
Wir sagen "Auf Wiedersehen 1989", denn für 1988 heißt es "ausverkauft".

Auf der Senats-Jahreshauptversammlung wird Wolfgang Schönberg zum Senatspräsidenten ge­wählt. Klaus Mollenkott erhält die Senats-Ehrenpräsidentenwürde. Mit Heinz Lamberty hatten wir
einen Karnevalsvollprofi zum neuen Sitzungspräsidenten gewonnen, der mit der 15. Herrensitzung
sein Brühl-Debüt gab. Die Zellerieköpp (mehrfacher Deutscher Meister) aus Bobenheim verzauber­ten mit ihren Tänzen Brühl's Männer.

1988/1989

Schon wieder ein Jubel-Jahr, oder dem Nachwuchs gehört die Zukunft.

Mit Prinz Axel (Axel Goldmann), Jungfrau Simone (Simone Lersch) und Bauer Jens (Jens Jubert)
stellt die Schloßgarde das erste Brühler Kinder-Dreigestirn. Um den Nachwuchs braucht sich die
Garde keine Sorgen zu machen! Auf Initiative von Monika Lersch und Kathi Laufenberg wurde
eine Kinder-Clown-Gruppe aufgebaut, die beim Garde-Corps-Appell ihre ersten Tänze vorführten.
Die rot-weißen Clowns waren begeistert und begleiteten fortan das Kinder-Dreigestirn bei seinen Auftritten.

Aller guten Dinge sind drei!

Das Schloßgarde-Tanzpaar der Session 1989 war geboren. Stolz stellte Präsident Utz Bornemann seine beiden Sprößlinge, Ulrike und Alexander, als neues Tanzpaar vor.

Reisefieber bei unseren Damen!

Der Damenelferrat mit Präsidentin Waltraud Küsters machte einen Abstecher an die Donau. Wien
hatte es den 13 Elferrätinnen angetan.

1989/1990

An einem schönen Herbstsonntag starten wir ins Bergische Land zu einer Planwagenfahrt nach Reichshof-Ohlenhagen.

Fazit: Ein wunderschöner Tag für "alte" und "junge" Schloßgardisten.

Kostümball in Rot und Weiß hieß es am 17. Februar 1990.

Unser Präsident und sein Vorstandsteam hatten ausgezeichnete Arbeit geleistet. Eine herrlich geschmückte Aula, mit prächtig kostümierten Gardisten, tanzten zu den Klängen der Big-Band der Bundeswehr und der Cologne Jazz-Society. Eine gelungene Alternative zum traditionellen Sitzungs­programm unserer Gesellschaft.

Neuwahlen standen bei unserer Jahreshauptversammlung am 27. April 1990 auf der Tagesord­nung.

Nachdem Utz Bornemann nicht mehr kandidierte, übernahm unser langjähriges Mitglied Hans-Peter Breidenbach das Zepter der Schloßgarde. Vizepräsidentin wurde Roswitha Goldmann - ein neues
Team mit neuen Ideen.

Unfassbar für uns alle, verstarb am 15. Oktober 1990 unser Senator und Elferratsmitglied
Hans Schneider. Hans war seit dem 01. Januar 1973 Mitglied unserer Gesellschaft. Bis zu seinem
Tode war er aktives Mitglied der "Brühler Schloss-Gardinchen".

1990/1991

"Kinder wie die Zeit vergeht!" Aus einer "Schnaps-Idee" wurde eine aktive Truppe der Schlossgar­de. Gemeint ist uns Damenelferrat, der 1991 sein 11-jähriges Bestehen feierte. Im März 1980, mit
der damaligen Präsidentin Inge Zander und einer handvoll jecker "Rut-Wieß-Wiever" aus der Taufe gehoben, sind unsere Damen heute ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft geworden. Nicht nur unser "Sessionsorden 1991 " wurde ihrem Jubiläum gewidmet, der Damenelferrat schenkte sich
selbst eine Jubiläumsreise zum Oktoberfest nach München. "Jo mei - war das schön". Dank an
Ingrid Möntenich für die Organisation.

Unsere Herrenelferräte zog es im Sommer wieder zum Isselmeer. Selbst Windstärke 5 konnte
unsere Elferräte nicht umwerfen, denn schließlich hatten die meisten der "Rut-Wießen-Landratten" schon genügend Segelerfahrung von 1984.

Ein ganz anderer Sturm blies uns kräftig ins Gesicht! Durch den Krieg im nahen Osten (Operation Wüstensturm) wurden alle Karnevalszüge und Veranstaltungen abgesagt. Für die "Rut-Wießen"
aber kein Jahr ohne Karneval; man feierte im kleinen Kreis unter sich. So hatte Paolo Paris unseren Damenelferrat am Veilchen-Dienstag in sein Restaurant "Bel Sit" eingeladen.

1991/1992

Nun ging es wieder richtig los: "Wie hieß es doch auf unserem Sessions-Orden", "Mir loosse uns
nix mie diktiere - Bröhl will Fastelovend fiere".

Da für Karnevalisten das ganze Jahr Karneval ist, begannen wir zur Jahreshälfte mit der Veranstal­tung "Tanz in den Mai". Ein 2-Zeiler unseres Präsidenten Hans-Peter Breidenbach beschreibt die Veranstaltung im Hansa-Hotel vortrefflich:

"Der Abend war herrlich, die Stimmung unübertroffen, alle Gäste waren glücklich und keiner besoffen".

Am 13. September 1991 hatten wir zum "Höhner-Konzert" ins Super-Globe (Phantasialand) einge­laden. Eine großartige und hervorragende Veranstaltung, die von der Kölner Mundart- und Gesangs­gruppe mit einem Life-CD-Mitschnitt von diesem Konzert gewürdigt wurde.

Freud und Leid liegen auch bei uns eng beieinander. Am 08. Oktober verstarb unser Senator und aktives Mitglied Jürgen Krause im Alter von 45 Jahren. Er war seit dem 01.12.1973 Mitglied unserer Gesellschaft.

Auf unserer Herrensitzung am 10.11.1991 hatten wir erstmals Besuch unserer ostdeutschen
Freunde aus Weißwasser. Sie waren schnell vom rheinischen Karnevalsbazillus "Carnevalitis" befal­len und feierten kräftig mit.

Ganz groß raus kam eine farbenprächtige Gruppe unserer Gesellschaft. Die Clownkinder hatten
nach wochenlangem Training einen neuen Tanz einstudiert. Premiere beim Garde-Corps-Appell (06.01.1991). Monika Lersch und Kathi Laufenberg hatten ihre "Mäuse" - wie in den Jahren zuvor - wieder liebevoll betreut.


"Bei uns ist immer was los!" Sitzungen, Nikolausfeier im Hansa-Hotel, Elferrat auf Segeltörn, Wandertour des Damen- und Herrenelferrates, Touren, Feste und gemeinsame Erlebnisse, die unvergessen bleiben.

1992/1993

Auf einer sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung am 20. Mai 1992 im Restaurant Schlosskel­ler steht die Wahl eines neuen Vorstandes auf dem Programm. Aktiver Präsident, Hans-Peter Breidenbach, gibt sein Amt in die Hände von unserem bisherigen technischen Leiter, Lothar Lersch,
der von der Versammlung einstimmig zum neuen "Präses" gewählt wird. Hans-Peter Breidenbach fungiert weiter als Vize. Ein idealeres Tandem kann sich die Schloßgarde nicht wünschen!
Ein besonderes "Dankeschön" galt unserer zum x-ten Mal wiedergewählten Schatzmeisterin,
Helga Hahnen.

Schon zu Beginn der neuen Session bewies unsere Vorstands-Crew Mut zum Neuen. Ausverkauft
war die erste Brühler Gemeinschaftssitzung in der Aula. "Mir setze en einer Bütt". Lustig das Motto,
zu der Schloßgarde und Löstige Kierberger 530 Jecke eingeladen hatten. Herrlich das Bühnenbild in den beiden KG-Farben rut-wieß und blau-gold. Einstimmiges Resümee: "Sollte man wiederholen".

Nur wenige Tage später gelang das zweite "Schloßgarde-Experiment". Prinzenführer Paul Kühl und "Ober-Hohn" Henning Krautmacher mussten von der Aula-Bühne anerkennend zugestehen, dass das Experiment der Schloßgarde, ihre traditionelle Damensitzung von Sonntag auf den Mittwoch zu verlegen, gelungen war. Der Grund der Verlegung war die Möglichkeit der Verpflichtung karnevali­stischer Spitzenkräfte, die auf Einladung der Literaten Hans-Peter Breidenbach und Willi Arenz auch alle nach Brühl kamen. Am Ende waren sich alle einig: "Diese Sitzung sollte sich Brühl's Damen­welt auch für 1994 fest vormerken.

Den Tanz in den Mai in unserer "guten Stube", dem Brühler Hansa-Hotel, entwickelt sich von Jahr zu Jahr zum "Renner außerhalb der Session". So war es auch in diesem Jahr. Tolle Stimmung,
Wahl der Mai-Tollitäten, Tombola, Super-Buffet und eine große "Schloßgarde-Familie", die ausge­lassen in den Mai tanzte.

Die Presse schrieb am 08. September: "Stell Dir vor, es ist Sommer und die "Räuber" spielen.
Richtig! Mitten im Sommer hatten wir die bekannte Kölner Gruppe zu einem Konzert ins Atrium
der Erich-Kästner-Schule eingeladen. Karneval pur - 350 Gäste schunkelten und sangen zu den Klängen der "Räuber". Wie meinte unser Präsident nach der Veranstaltung: "Ein Vorgeschmack auf unser Jubiläumsjahr - wenn es heißt:

22 Jahre Schloßgarde rut-wieß !

1993/1994

Wie könnte es anders sein - die Schlossgarde stellt in ihrem Jubiläumsjahr ( 22 Jahre ) das Brühler Dreigestirn. Beim offiziellen Empfang im Rathaus wird das Schlossgarde-Dreigestirn mit Prinz Lothar I (Lothar Lersch) Bauer Peter (Peter Jubert) und Jungfrau Jocunda (Jochen Goldmann) erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Alle drei stammen aus den Reihen des Schlossgarde-Herrenelferrates.

Unser Garde-Corps-Appell stand natürlich ganz unter dem Jubiläums-Motto: „22 Jahre Schlossgarde Rut-Wieß". Der absolute Clou, war der unnachahmliche und einmalige Auftritt von Käthe Laufenberg und Traudl Breidenbach - die beiden „Eigengewächse" aus dem Damenelferrat - die in Ihrem Sketch die Konfrontation von der „feinen Dame" und listigem „Bauerntrampel" gekonnt darstellten - hatten die Lacher auf Ihrer Seite.

In der Galerie am Schloss wurde die 22-jährige Geschichte der Gesellschaft in Wort und Bild dargestellt. Die Ausstellung eröffnete Bürgermeister Wilhelm Schmitz mit unserem Dreigestirn.

Abschied nehmen mussten wir von den „Brühler Schlossgardinchen" die ursprünglich aus den Reihen der Schlossgarde hervorgegangen waren. Nach vierzehn Jahren hörte, das weit über die Grenzen Brühls hinaus bekannte Männerballett auf zu tanzen.

Erstmals veranstaltet die Schlossgarde ein Konzert mit der bekannten Kölner Gesangsgruppe
„De Räuber" in der Aula der Erich-Kästner Realschule.

Der Höhepunkt war natürlich wieder der Brühler „Karnevalssonntag-Zug" Närrischer Elias.
Die Schlossgarde mit einer großen Abteilung - begleitet von unseren Freunden der Hafengarde Oberwinter - nahm erfolgreich am Brühler Zug teil. Gemeinsam trafen wir uns nach dem Zug
im Schlosskeller. Dabei revanchierte sich die Schlossgarde mit einer Zusage zur Teilnahme am Rosenmontagszug in Oberwinter am Rhein.

1994/1995

Der Festausschuss Brühler Karneval (FBK) feiert sein 25 jähriges Jubiläum. Am Ascher­mittwoch endete leider die Regentschaft unseres Dreigestirns nach einer tollen Session. Mittlerweile ist unsere jährlich Wanderung zu einem festen Bestandteil der Schloss­garde Aktivitäten geworden; - in diesem Jahr von Ute und Albert Scheid organisiert.

Aufgrund der „knappen Kassen", veranstalten wir zum dritten mal eine Große Gemein­schafts-Sitzung in der Aula mit der befreundeten KG Löstige Kierberger.

Unsere „Clownkinder" verbringen einen herrlichen Tag im Phantasialand als Dankeschön für eine erfolgreiche und schöne Session.

1995/1996

„Ein toller Tag für die Schlossgarde," schrieb der Schlossbote über unser 10. Garde­Corps-Appell. Über 200 Mitglieder und Gäste konnte wir im festlich dekorierten Saal des Hansa-Hotels begrüßen. Der Grund: Die Schlossgarde vergab erstmals eine neue besondere Auszeichnung an verdiente Bürger unserer Stadt. Der „Schlosschinese" - eine 22 cm große Nachbildung des Originals - (steht im Treppenhaus von Schloss Augustusburg) - aus Porzellan. Diese Auszeichnung soll nun alljährlich beim Corps­Appell verliehen werden.


Es war uns eine besondere Ehre den ersten Schlosschinesen an den langjährigen Brühler Bürgermeister und unseren Ehrensenator Herrn Wilhelm Schmitz zu verleihen.

Ein Wechsel an der Spitze des Herren-Elferrates. Wolfgang Vaupel löst Ditzi Mölleken nach
7 Jahren „Elferratsbaas" ab.

Ein voller Erfolg war auch wieder unsere Herrensitzung am 12. November 1995 - erstmals mit den beiden Kölner Top Gruppen „Paveier" und „De Räuber." Freud und Leid liegen bekanntlich eng zusammen. Am 31.10.1995 verstarb unser langjähriges Elferrats- und Senatsmitglied
Josef Brahs.

Unser Damensitzung findet immer mehr Zulauf bei den Brühler Damen. Am 17. Januar 1996 meldet der Damen-Elferrat: die Sitzung ist ausverkauft!

Auch im Sommer versteht die Schlossgarde zu feiern! Die erste „Italienische Nacht" findet im und am Ristorante „Bel Sit" auf der Kölnstraße statt. Zu den Klängen der „Italia Tropical" wurde bis zum Morgen gefeiert und getanzt.

Unser Solo - Tanzmariechen Annette Ruland konnte sich im Halbfinale der Deutschen Meisterschaften platzieren.

1996/1997

Den Sitzungskarneval eröffnete die Schlossgarde seit Jahren mit der Herrensitzung im November. Doch diesmal nicht mehr wie gewohnt in der Aula am Rodderweg, sondern erstmals im neu errichteten BTV-Tanzsportzentrum an der Bonnstrasse.

Unser Damenelferrat machte seine Jahrestour nach Hamburg. Neben Reeperbahn wurde auch das Musical Cats besucht. Der Senat blieb lieber in heimatlicher Umgebung und verbrachte seinen Senats-Ausflug im Phantasialand. Im Chinatown-Restaurant sorgten Margot Nahrings und Roland Frank, für das leibliche Wohl.

Sportlich wurde es im Sommer beim „1. Grand Slam-Turnier der Schlossgarde." Auf der Anlage des TCE Wesseling konnten unsere „Tennis-Asse" beim nicht ganz ernst zu nehmenden Tennisturnier ihr Können zeigen.

Im November ging ein Teil der Schlossgarde auf große Fahrt, Richtung Harz. In Osterorde besuchten wir unsere Mitglieder Fritz und Angelika Schilderoth in ihrem Hotel.

Viel zu früh verstarb am 11. Juni 1996 unser Ehrensenator und langjähriger Freund Förderer unserer Gesellschaft Peter Harf.

Der 19. August 1996 - zwar mitten im Sommer - aber für die Schlossgarde ein denkwürdiger Tag. Im Restaurant Bel Sit trafen sich die sieben Mitglieder (Peter Jubert, Rolf Kaus, Jochen Kurz, Paolo Paris, Rolf Ruland, Helmut Schmitz und Ulrike Hessen-Schmitz) zur Gründung einer uniformierten Garde. Zwar war diese Idee nicht ganz neu, doch schlugen viele Gründungs­versuche in Jahren zuvor immer wieder fehl. Diesmal schien es zu klappen.

Nach überstandenen „Geburtswehen" konnten sich 10 Männer und 4 Frauen beim Garde-Corps-Appell am 5. Januar 1997, den Anwesenden im neuen Qutfit - sprich: „Garde-Uniform" feierlich präsentieren.

Eine neue aktive Gruppe in der großen „Schlossgarde-Familie" war geboren!

Der erste offizielle Auftritt der neuen Garde war unsere Damensitzung am 15. Januar. Die feierliche Verleihung des zweiten Schlosschinesen ging an Paul Kühl. Die Laudatio für den langjährigen Prinzenführer hielt der Preisträger des ersten Schlosschinesen Wilhelm Schmitz.

1997/1998

Unsere Herren- und Damensitzungen haben den Wechsel in das neue Tanzsport­Zentrum gut überstanden und entwickeln sich zum „Selbstläufer" bei den Be­sucherzahlen. Nach 1989 stellt die Schlossgarde wieder ein Brühler Kinderdreige­stirn. Mit Prinz Marcell II (Marcel Breidenbach) Bauer Michael (Michael Kurz) und Jungfrau Caroline (Caroline Hölzer) vertreten drei Pänz aus den Reihen der Schlossgarde die Farben der Schlossstadt getreu unserem Motto:
„Et mäht uns Freud Üsch Freud zu maache."

Der Brühler Karnevalssonntag-Zug muss für Lothar, ein glücklicher Tag gewesen sein. Von seinem Stammplatz „dem Feldherrenhügel" auf unserem großen Gesellschaftswagen sah er nur „rut-wieße" Kostüme und Uniformen. Die Schlossgarde präsentierte sich im närrischen Elias in einer bis daher noch nie dagewesenen Stärke, als rot-weißer Lindwurm. Maßgeblichen Anteil daran hatte natürlich auch die neu gegründete Garde, die erstmals als Fußgruppe und einer eigenen Feldküche am Zug teilnahm und die neue Clowngruppe aus Mitgliedern der Schlossgarde.

Unsere jährliche Wanderung ging diesmal in die Eifel. Organisiert wurde sie durch Hanne Flitter, Gertrud Breidenbach und Hilde Küpper. 75 Mitglieder erreichten das Ziel ohne Fußkranke.

1998/1999

Nach 1994 - zum vierten Mal in der Geschichte unserer Gesellschaft - wieder ein Brühler Dreistirn von den „Rut-Wießen."

Mit Prinz Matthias II (Matthias Lövenich) Bauer Hans-Peter (Hans-Peter Breidenbach) und Jungfrau Wolfine (Wolfgang Mülfarth) kommen alle drei aus den Reihen unseres Herrenelferrates.

Unser Garde-Corps meldet beim Corps-Appell (11.01.98) acht Neuzugänge (4 Gardisten und
4 Marketenderinnen) wurden feierlich vereidigt. Eins fehlte unserer Garde bei ihren Auftritten „Ne Plaggen" (für Zugereiste) eine Fahne!

Unser Gardemitglied Paolo Paris, sah das auch so und schenkte dem Garde-Corps eine eigene Fahne. Diese wurde feierlich beim Corps-Appell übergeben.

Auch unsere „Kleinsten" haben in der zurückliegenden Session Großes geleistet. Nach der Premiere bei Garde-Corps-Appell hatten sie in der Folgezeit als Begleitung des Kinderdreigestirns über 100 Auftritte absolviert. Der Höhepunkt war die Teilnahme am Brühler Zug, an dem sie erstmals im eigenen Wagen teilnahmen.

Ein voller Erfolg - besonders für unsere Kasse - war wieder mal unsere italienische Nacht am 20.06.1998 bei unserem Senator Paolo Paris.

Die Schlossgarde ist immer für etwas „Neues" gut. Am Karnevalsdienstag wurde in der Brühler Innenstadt wieder ,Ne Nubbel" verbrannt. Diese schöne Tradition fand jahre­lang nicht mehr statt. Vor unserem Garde-Stammquartier Brühler Hof auf der Uhlstrasse wurde nach langer Zeit wieder ne Nubbel zu Grabe getragen und von Pastor „Don Vaupello" Wolfgang Vaupel feierlich zelebriert.

Fazit: „Es war eine schöne Session besonders für und mit unserem Nachwuchs"!

1999/2000

„Jedes Jahr ein neues Dreigestirn" und wieder eins aus den Reihen unserer Schlossgarde. Diesmal waren mal wieder die „Kleinen" dran. Mit Prinz Dennis I (Dennis Lis) Bauer Dominic
(Dominic Kock) und Jungfrau Kristina (Kristina Müller) stellt unsere Gesellschaft zum dritten Mal ein Brühler Kinderdreigestirn.

Unser Damenelferrat feiert sein 20 jähriges Bestehen und mit einem tollen Programm zur „Jubiläums-Damensitzung" am 9. Februar 2000. Höhner, Paveier, Bernd Stelter,
Blom + Blömcher, u.v.m. alles was Rang und Namen hat stand auf der Brühler Bühne.
Auch unsere Jüngsten feierten ein Jeckes Jubiläum „11 Jahre Clownkinder." Und wie in den letzten Jahren schon mehrmals geschehen stammt unser neues Kinderdreigestirn aus den Reihen der „Clownkinder."

Der Senat wählt mit Erwin Hölzer einen neuen Senatspräsidenten und sein langjähriger Vorgänger Rolf Thienemann wird zum Senats-Ehrenpräsidenten ernannt.

Beim Garde-Corps-Appell bekam Hartmut Giesler - Brühler Brauerei­besitzer - und Förderer des rheinischen Brauchtums den diesjährigen Schloss­chinesen verliehen.

Ein Jahr voller Höhepunkte und Jubiläen - und eine neue „Millenniums-Session 2000" steht vor der Tür.

2000/2001

Eine neue Veranstaltung der Schlossgarde kommt gut an. In Zusammenarbeit mit dem Stammtisch Kölner Karnevalisten von 1951 e.V. veranstalten wir am 19.10. 2000 unseren ersten Vorstellabend. Über 500 begeisterte Gäste verfolgten im Tanzsportzentrum die Auftritte der Kölner Spitzenkräfte. „Diese Veranstaltung wird ein fester Bestandteil für die nächsten Jahre werden," meinte unser Präsident Lothar Lersch zufrieden. Auch unsere traditionelle Herrensitzung war wieder bis auf den letzten Platz besetzt.

Das Garde-Corps ist langsam aber stetig gewachsen. Beim Corps-Appell zählt unser Corps
18 Gardisten und 10 Marketenderinnen. Man könnte sagen: „All Rut-Wieße sind op jöck"!
Den Damenelferrat zog es als Jubiläumstour nach Berlin (1. - 4. Juni 2000.) Der Senat ließ es etwas ge­mächlicher angehen und schipperte mit dem „Dampfer" nach Linz am Rhein. Ebenfalls in nasse Element zog es unseren Herrenelferrat. Die Elferräte paddelten in Kanus über die Lahn - mit viel Flüssigkeit unter und im Kanu. Fazit der Tour: keiner ist gekentert alle hatten ihren Spaß. Unsere Clownkinder machten sich auf zu einer Zelttour in die Eifel. Auch die „Kleinen" hatten ihre Freude und eine Wiederholung ist geplant.

Im Sommer veranstalteten wir unser erstes Sommerfest mit sportlichen Einlagen. Auf dem Sportplatz an der Bonnstrasse versuchten sich einige Herren aus dem Elferrat gegen eine Auswahl aus dem Senat. Nach vier mal zehn Minuten Spielzeit stand es nach Elfmeterschießen 11:10 für die Herren des Elferrates.

2001/2002

Über 700 bestens gelaunte jecke Männer kamen zu unsere 30. Herrensitzung ins Tanzsport-Zentrum, die diesmal genau am 11. im 11. stattfand.

Ulrich Frank, Präsident des Festausschuss Brühler Karneval, bekam beim Garde-Corps-Appell im festlich geschmückten Hansa-Hotel unseren Schlosschinesen verliehen.

Erstmals wurde unser Garde-Corps vom Tambour-Corps Gut Klang Keldenich 1923 in neuer Garde-Uniform begleitet, das künftig unsere Gardisten bei allen Auftritten musikalisch unterstützt.

Am 17. Februar gingen wir auf große Fahrt!

Die seit vielen Jahren mit uns befreundete KG Badenia aus Karlsruhe hatte uns zu Ihrer großen Sitzung eingeladen. Mit 24 Rut-Wieße Jecke marschierten wir in den Saal. Die Tänze unserer Garde kamen bei den Badensern gut an und mit „standing ovations" marschierte die Schlossgarde von der Bühne.

Mitten im Sommer erschien die Garde im Brühler Schlosspark in voller Montur. Warum ? Das Schloss bildete die Hintergrund-Kulisse für das erste Gruppenfoto unseres Garde-Corps mit dem neuen Musikzug.

2002/2003

Das herausragende Ereignis auf unserem Garde-Corps-Appell - wie jedes Jahr - die Verleihung des Schlosschinesen. Die 22 cm hohe Porzellanfigur erhielt diesmal Berni Breu - Komponist und Texter zahlreicher Brühler Karnevalslieder.

Der Senat gründet das „Corps a la Suite" ein Offiziers-­Corps zur Verstärkung unserer Garde. Pfarrer Hans-Gerd Wolfgarten wird zum Corps-Pfarrer und Ehrenmitglied ernannt.

Unsere Jugend ist auf dem richtigen Weg und kann sich über Zuwachs nicht beklagen. Jugendtanzcorps und Clownkinder sind mittlerweile eine feste Größe im Brühler Karneval.

Unser Damenelferat startet seine Jahrestour ins belgische Brügge.

Leider viel zu früh verstarb unser ehemaliger Vizepräsident und langjähriges Mitglied Wilfried Küsters am 14. Juni 2002.

2003/2004

Man könnte meinen die Schlossgarde kann nicht mehr rechnen! Denn ein Jahr vor ihrem Jubiläumsjahr stellen wir ein „Doppel-Dreigestirn." Ein Novum in der langen Vereinsgeschichte. Mit Prinz Jens-Peter I. (Jens-Peter Kühn) Bauer Ekkehard (Ekkehard Crombach) und Jungfrau Henriette (Heinz Klein) stammen die „Großen" allesamt aus den Reihen unseres Senats.

Das Kinderdreigestirn mit Prinz Christian II. (Christian Odenhausen) Bauer Maximilian
(Maximilian Berner) und Jungfrau Michelle (Michelle Kock) kommt aus den Reihen unserer Clownkinder und dem Jugendtanz-Corps. Getreu dem Rut-Wieß-Motto: „Et määt uns Freud üch Freud ze maache," startet die Gesellschaft in eine ganz besonders ereignisreiche Session.

Zum dritten Mal bekamen wir auch zwei Busse vom Toyota-Autohaus Kretschmer kostenlos zur Verfügung gestellt. Beim Gardecorps-Appell stiftete unser Senator Oliver Crombach den Clownkinder und dem Jugendtanzcorps eine handgestickte Standarte. Der neue Trainer unserer „Jüngsten" heißt Bernd Jansen, Bernd ist in der Gesellschaft kein Unbekannter, - denn bereits 1972/1973 war er erster Tanzoffizier der Schlossgarde. Viele Neuaufnahmen, Ehrungen und Beförder­ungen konnten wir wieder beim traditionellen Gard-Corps-Appell verzeichnen. Aber unsere „Eigengewächse" sind seit Jahren das „Besondere" an dieser Ver­anstaltung. Unser Damen-Elferrat ließ es sich nicht nehmen unter ihrem Dirigenten „Prof. Dr. Karamalz"
(Traudi Breidenbach) eine Arie aus der Oper „Nabucco" auf unnachahmliche Art und Weise vorzutragen. Die mit einer Zugabe vom Publikum belohnt wurde.

Den Schlosschinesen erhielt in diesem Jahr die Stadt Brühl. Bürgermeister Michael Kreuzberg nahm die wertvolle Aus­zeichnung für die Stadt Brühl in Empfang.

Mit einem neuen großen Gesellschaftswagen nahmen wir am Brühler Zug teil. Unser Wagenbauer-Team hatte über ein Jahr an diesem „Prunkstück" gearbeitet. Wie in den Jahren zuvor hatte die Schlossgarde wieder eine der größten Abteilungen im Bröhler Zoch.

Wie immer im Leben liegen „Freud und Leid" oft nah beisammen! Verabschieden mussten wir uns von zwei langjährigen Senats-Mitgliedern unserer Gesellschaft. Willy Wiese und Heinz Jubert haben uns für immer verlassen.

2004/2005

Die Gruppierungen waren den Sommer über sehr aktiv. Der Herrenelferrat machte seine „Elferrat-op-Jöck-Tour“ 2004 nach Warstein. Neben der Besichtigung der hiesigen Brauerei stand eine Planwagenfahrt auf dem Programm. Der Damenelferrat ließ sich in Willigen im Sauerland bei einem Wellness-Wochenende verwöhnen. Den Senat zog es nicht in die Ferne. Er veranstaltete bei Jochen und Ingrid Kurz ein Spanferkel-Essen und besuchte in der Adventszeit die „Kölsche Weihnacht“.


Am 26.05.2004 verstarb Ulli Frank, ehemals FBK-Präsident, Ehrensenator der Schloßgarde und Verdienstträger des Schloss Chinesen aus dem Jahr 2001.


Zum 5. Mal führte die Schloßgarde in Zusammenarbeit mit dem „Stammtisch Kölner Karnevalisten“ nun schon den Vorstellabend durch, mittlerweile im Brauhausgarten Alt Brühl.


Im Jahr 2005 feierte die Schloßgarde ihr 33 jähriges Bestehen.


Beim Gardecorps Appell wurde Präsident Lothar Lersch vom Karnevalsverband Rhein-Erft mit dem Verdienstorden in Silber ausgezeichnet.


Den Schloss Chinesen erhielt in diesem Jahr die Kaufhof Brühl AG. Geschäftsführerin Frau Uhe nahm die Auszeichnung entgegen.


Das Gardecorps nahm erstmals mit einem Planwagen am Närrischen Elias teil.

2005/2006

Anlässlich ihres 33 jährigen Bestehens machte die Schloßgarde mit dem Ausflugsschiff Anja eine Jubiläumsfahrt auf dem Rhein. Über 100 Teilnehmer genossen einen herrlichen Sommerabend und tanzten bis spät in die Nacht.

Nach 8 Jahren als Kommandant an der Spitze des Gardecorps gab Helmut Schmitz die Verantwortung an Rolf Kaus, der von nun an dem Gardecorps als Kommandant vorstand.

Im November 2005 machten sich Schloßgardisten aus allen Gruppierungen wieder auf den Weg nach Karlsruhe, um mit der befreundeten Barmenia das 50 jährige Bestehen der Tulpengarde zu feiern. Der Auftritt des Gardecorps, des Jugendtanzcorps und des Musikzugs wurde wieder ein voller Erfolg.

In 2006 wurde Schatzmeisterin Helga Hahnen anlässlich des Gardecorps Appell vom Karnevalsverband Rhein-Erft für 24 jährige Vorstandsarbeit mit dem Verdienstorden in Gold ausgezeichnet.

Mit dem Schloss Chinesen wurde Harald „Hacky“ Zeyen, Lokalreporter des Brühler Schlossboten, ausgezeichnet.

Albert Scheid erhielt den Verdienstorden des Senats, der zum zweiten Mal vergeben wurde.

Am 03.01.2006 verließ uns viel zu früh unser langjähriges Mitglied Friedel Lieven. Er war aktiv im Herrenelferrat, im Senat und im Gardecorps.

Beim Rosensonntagszug war das Gardecorps mit zwei Planwagen vertreten.

2006/2007

Die Schloßgarde ließ eine Veranstaltung aus dem Jahre 1981 wieder aufleben: das Brunnenfest am Schlesinger-Brunnen im Steinweg. Als Innenstadtgesellschaft präsentierte sich die Schloßgarde mit einem Sommerfest im Herzen von Brühl.

Einige Tänzerinnen des Jugendtanzcorps waren langsam dem Jugendalter entwachsen und wünschten sich eine Umbenennung in Tanzcorps.

Der Wandertag führte die Schloßgardisten nach Heimbach an die Rurtalsperre.

Beim Gardecorps Appell ernannte FBK-Präsident Jürgen Mainzer das Gardecorps zum Ehrencorps des Festausschuss Brühler Karneval.

Wolfgang Vaupel wurde vom Karnevalsverband Rhein-Erft mit dem Verdienstorden in Silber ausgezeichnet.

Stellvertretend für die Stadtwerke Brühl nahm Geschäftsführer Erwin Gardemann den Schloss Chinesen entgegen.

Das Gardecorps feierte sein 11 jähriges Bestehen.

2007/2008

Im Juli 2007 schied Erwin Hölzer als Senatspräsident aus. Sein Nachfolger wurde der bisherige Senatsvizepräsident Jens-Peter Kühn.

Auf Grund der positiven Resonanz führte die Schloßgarde wieder ein Brunnenfest durch.

Am 08.09.2007 verstarb Karl Heinz Sicken, Ehrenpräsident des FBK’s, Ehrensenator der Schloßgarde und Verdienstträger des Schloss Chinesen 1998.

Beim Gardecorps Appell 2008 wurde erstmals unsere neu erworbene und mit viel Liebe restaurierte Feldküche vorgestellt.

Erwin Hölzer wurde mit dem Verdienstorden des Senats ausgezeichnet.

Der Damenelferrat erfreute die Besucher mit einer gelungenen Darbietung.

Mit dem Schloss Chinesen wurde Jürgen Mainzer für seine langjährigen Verdienste um den Brühler Karneval ausgezeichnet.

Das Gardecorps hatte sich für die Teilnahme am Närrischen Elias einen großen Festwagen ausgeliehen.

2008/2009

Nach 16 Jahren an der Spitze der Gesellschaft zog sich Lothar Lersch zurück. Sein Nachfolger und neuer Präsident wurde Wolfgang Lis.

Die Schloßgarde wurde Ausrichter des 2. Corps-Biwaks, einer Veranstaltung, die im Jahr zuvor von den Fidelen, den Treuen Husaren und der Schloßgarde in Leben gerufen wurde. Die Schloßgarde hatte ihr Biwak im Schwadorfer Feld aufgeschlagen. Über 2 Tage wurde gefeiert, und es wurden Wettkämpfe durchgeführt. Am Sonntagmorgen zelebrierte Corps Pfarrer Wolfgarten eine Feldmesse.

Der Wandertag führte die Schloßgardisten ins Freilichtmuseum Kommern.

Am 26.09.2008 verstarb unser langjähriger Senator Kersten Schindler.

Lothar Lersch wurde beim Gardecorps Appell zum Ehrenpräsident ernannt und trägt als äußeres Zeichen weiterhin seine Präsidentenmütze.

Vom Senat wurde Lothar Lersch für seine besonderen Leistungen mit dem Verdienstorden des Senats ausgezeichnet.

Den Schloss Chinesen erhielt Prinzenführer Karl Heinz Becker.

Die Schloßgarde hatte sich 2008 einen Traktor gekauft, der im Zug 2009 erstmals zum Einsatz kam, und die Feldküche zog.

2009/2010

In diesem Jahr ging die Wandertour der Gesellschaft zu Fam. Odenhausen in die Eifel. Nach einer ausgedehnten Wanderung verbrachte man einen wunderschönen Sommertag im Garten der Fam.Odenhausen.

Unter dem Motto „Man trägt wieder Hut“ traf sich der Senat auf Einladung der Senatoren H.Amberg, H.P.Zimmermann und H.Kaus im Garten von H.Amberg zu einem Sommerfest.

Der Herrenelferrat reiste nach Bergneustadt und schipperte über den Biggesee.

Am 20.06.2009 verstarb unser Senatsehrenpräsident Rolf Thienemann.

Das Brunnenfest, das nun schon zum 4.Mal in Folge durchgeführt wurde, lockte wieder viele Besucher an.

Die Jugend verbrachte erstmals ein gemeinsames Trainingswochenende in Morsbach.

Die Schloßgarde stellte in dieser Session wieder das Brühler Dreigestirn. Mit Präsident Wolfgang Lis als Prinz Wolfgang III., Bauer Jürgen (Kock) und Jungfrau Michelle (Michael vom Hagen) kam das Brühler Dreigestirn zum 6. Mal aus den Reihen der Schloßgarde.

In dieser Session gab es auch erstmalig einen Damen-Sessionsorden, eine verkleinerte Ausgabe des herkömmlichen Sessionsordens.

Beim Gardecorps Appell führte der Damenelferrat zu Ehren unseres Dreigestirns einen Tanz auf. Sie hatten sich als Nonnen verkleidet und ernteten großen Beifall.

Mit dem Schloss Chinesen wurde die Dom-Brauerei ausgezeichnet. Herrn H.Schnappauf nahm die Porzellanfigur stellvertretend entgegen.

Die Eltern der Clownkinder hatten in Zusammenarbeit mit der techn.Abteilung einen neuen Wagen gebaut, der 2010 erstmals im Zug mitfuhr.

Das Gardecorps präsentierte sich im Zug erstmals mit einem eigenen Wagen. Die Gesellschaft hatte einen Wagen gekauft, den das Gardecorps liebevoll restauriert hatte.

2010/2011

Der Herrenelferrat besuchte unseren Ehrenwinzer Alfred Ochs mit seiner Frau Martina auf deren Weingut in Monsheim.

Der Damenelferrat reiste nach Hamburg und besuchte das Musical „Ich war noch niemals in New York“.

Am 24.04.2010 feierte die Stadt Brühl die Verleihung der Stadtrechte vor 750 Jahren. Eine Fahnenabordnung der Schloßgarde nahm am Festumzug teil.

Am 13.07.2010 verstarb unser Herrenelferratsmitglied Wolfgang Engels.

Das Brunnenfest, das zu einer festen Einrichtung geworden war, fand wieder am Steinweg statt.

Der Wandertag führte die Schloßgardisten durch das Siebengebirge zu dem schönen Ort Rhöndorf.

Anlässlich des 22 jährigen Jubiläums der Clownkinder stellte die Schloßgarde mit Prinz Leon (Weiler), Bauer Janis (Schönenberg) und Jungfrau Eva (Roevenich) zum 5. Mal das Brühler Kinderdreigestirn.

Beim Gardecorps Appell traten die Damen des Elferrats dieses Mal als Geister auf und legten einen beeindruckenden Tanz aufs Parkett.

Den Schloss Chinesen erhielt für seine großzügige Unterstützung des Brühler Karnevals Dr. Lech Bajka.